Spielplatzkonzept sorgt weiterhin für Diskussionsstoff
Sechs Grundstücke sollen verkauft werden

Gescher (js). In Gescher und Hochmoor soll es künftig weniger, aber dafür gut ausgestattete Kinderspielplätze geben. Das sieht das Spielplatzkonzept vor, das in der Ratssitzung am kommenden Mittwoch endgültig auf den Weg gebracht werden soll. Mittelfristig wird die Zahl der Spielplätze von 39 auf 20 reduziert. Im Haupt- und Finanzausschuss präsentierte die Verwaltung die mit Spannung erwartete Liste, welche Flächen künftig umgenutzt werden sollen. Sechs Grundstücke möchte die Verwaltung verkaufen, um den Erlös in die Finanzierung des Konzeptes einfließen zu lassen. Letzteres bereitet den Politikern noch Kopfzerbrechen – dieser Punkt wurde ohne Beschluss an den Rat weitergeleitet. Aber die Eckpunkte des Spielplatzkonzeptes wurden vom Haupt- und finanzausschuss bei einer Gegenstimme (FDP) und einer Enthaltung (UWG) beschlossen.

Montag, 09.12.2019, 09:42 Uhr
Anblicke wie dieser – eingezäunte, defekte Spielgeräte wie hier am Rodelberg – soll es künftig nicht mehr geben. Foto: Archiv

Wie Erste Beigeordnete Kerstin Uphues erläuterte, sollen sechs bisherige Spielplatzflächen verkauft werden, weitere sechs sollen naturnah gestaltet werden und sieben könnten als „Orte zum Verweilen“ oder „Nachbarschaftsflächen“ hergerichtet werden. Für Verkauf und Bebauung schlägt die Verwaltung diese Standorte vor: Meisenweg/Friedhof (1063 qm), Neuer Kamp (352 qm), Zur Alten Vogelstange (299 qm), Rauschbeerstraße (748 qm), Mozartstraße (897 qm) und Sandweg (591 qm). Für eine naturnahe Gestaltung stehen diese Flächen auf der Liste: Spielwiese Schultenrott, Vikarskamp, Zum Erlegengrund/Schützenwald, Eichenweg, Schüttenkamp und Zur Alten Vogelstange 2.

Als Nachbarschafts- und Verweilflächen sieht die Verwaltung diese Areale: Borkener Damm, Neuer Kamp, Feldstraße, Inselstraße, Gografstraße und Feldhook.

Im Ausschuss fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. CDU-Sprecher Egbert Kock plädierte dafür, das Projekt zu starten und Gas zu geben. Günter Effkemann (Grüne) sah dies ähnlich, wollte aber noch keine Festlegung auf Umgestaltung und Verkauf von Flächen. Das müsse „in Ruhe“ in den Fraktionen besprochen werden. Holger Beeke (UWG) äußerte Unverständnis, dass der Spielplatz im Schützenwald Erlengrund aufgegeben werden solle – hier sei eher eine Aufwertung sinnvoll. Johannes Schneider (SPD) wandte sich gegen das „Verkaufen müssen“ von bisherigen Spielplatzflächen, das müsse eng mit den Nachbarschaften abgestimmt sein.

Bürgermeister Thomas Kerkhoff betonte, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Flächen sehr wohl zur Refinanzierung benötigt würden. Das letzte Wort zum Spielplatzkonzept hat der Rat am Mittwoch.

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