232 Kinder machten sich als Sternsinger auf den Weg/ 23 000 Euro gesammelt
Für ein friedliches Miteinander

Gescher (sk). „Wir sind stolz auf euch“, rief Barbara Thien, eine der Organisatorinnen der Sternsingeraktion, den 232 Jungen und Mädchen entgegen, die sich als Sternsinger engagierten. In diesem Jahr stand der Libanon im Vordergrund der Hilfsaktion, für die die Kinder in Gescher 23 000 Euro sammelten.

Dienstag, 07.01.2020, 08:02 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 14:32 Uhr
Als eine von erfreulich vielen Gruppen ist auch diese Sternsinger-Gruppe in der Glockenstadt von Haus zu Haus gezogen, um der Bevölkerung den Segen zu bringen. Fotos: sk Foto: az

Rappelvoll war die St.-Pankratius-Kirche, als sich in einem Aussendungs-Gottesdienst 232 als Könige verkleidete Jungen und Mädchen trafen. Sie setzten sich für das weltweit größte Hilfswerk „von Kindern für Kinder“ ein. Mit dabei waren natürlich viele Eltern, die ihre kleinen Könige begleiteten.

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“, sangen alle gemeinsam zu Beginn des Gottesdienstes, den Dirk Füchtmann am Klavier musikalisch begleitete. „Hier sind ganz viele Menschen versammelt“, freute sich Pfarrer Hendrik Wenning.

Sternsinger-Aktion 2020 in Gescher

1/42
  • ges07stern2 Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk
  • Foto: sk

Bevor die kleinen Könige von Haus zu Haus zogen, um den Weihnachtssegen in die Häuser zu tragen, segnete Wenning nicht nur die Kreide mit dem der Segenswunsch 20*C*M*20 (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) an die Haustüren geschrieben wird, sondern vor allem die 232 Sternsinger. „Ihr seid ein Segen für die Gescheraner Bevölkerung, wenn sie sich über euren Besuch freut“, so Wenning. „Segen bringen – Segen sein“ lautete das Motto.

Während in anderen Gemeinden händeringend nach engagierten Jungen und Mädchen gesucht würde, könne sich das Sternsinger-Organisationsteam über eine in den letzten Jahren stabile Sternsingerzahl in Gescher freuen, so Barbara Thien. Dank sprach sie den Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 14 Jahren aus, die sich für diese Aktion einsetzen. „Es war sicherlich nicht leicht, wenn an einem Sonntagmorgen bereits um sieben Uhr der Wecker geht und man aufstehen muss“, sagte sie.

Mit Sammeldose, Kreide und Aufklebern ausgerüstet starteten die einzelnen Gruppen mit Caspar, Melchior, Balthasar und – nicht zu vergessen – dem Sternträger, um Geschers Bevölkerung zu besuchen und um eine Spende zu bitten.

Nicht immer stießen die Sternsinger auf Verständnis, doch das waren lediglich Ausnahmen. Lennard Rossberg, David Lütjann und Thea Essling waren zum zweiten Mal als Sternsinger unterwegs. „Wir freuen uns, wenn wir anderen Kindern durch unsere Aktion helfen können“, begründeten sie ihr Mittun. Nebenbei schauen sie dabei aber auch auf die süßen Spenden der Gescheraner. Auch wurden sie bei dem diesigen Wetter auch schon mal auf einen warmen Kakao in die warme Stube geladen.

Gegen Mittag waren fast alle Bezirke abgearbeitet. Im Haus der Begegnung wurden die Sternsinger bereits erwartet. Bei Nudeln mit Bolognese konnten sich die Sänger und Sängerinnen stärken, bevor es weiter oder bestenfalls nach Hause ging.

Noch einmal hatten die Sternsinger „ihren“ Auftritt, als sie am Abend gemeinsam mit der Gemeinde den Dankgottesdienst in der Pfarrkirche feierten.

Dank gebühre nicht nur den Sternsingern, so Pfarrer Wenning, sondern auch dem zehnköpfigen Organisationsteam, den Eltern, die ihre Kinder zu dieser Aktion anhielten und auch den Fahrerinnen und Fahrern, die die Sternsinger in den Außenbezirken von Haus zu Haus gefahren haben. Die Sternsingeraktion gibt es seit dem Jahr 1959 und ist weltweit die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder.

„Ein wichtiges Ziel ist es, Frieden und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion im Libanon zu fördern“, so Wenning. Das Dreikönigssingen 2020 zeige den Sternsingern, wie wichtig es sei, friedlich und unvoreingenommen miteinander umzugehen. Es zeige auch, dass Kinder und Jugendliche selbst aktiv zu einem friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion beitragen können. Bundesweit beteiligen sich rund 300 000 Jungen und Mädchen an dieser Aktion.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7175831?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947616%2F
Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Pro & Contra: Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Nachrichten-Ticker