Fabi Borken bietet ein einwöchiges Heilfasten-Seminar an
Durch Verzicht zu sich selbst finden

Gescher/borken. Für jemanden, der noch nie gefastet hat, ist es wohl nur schwer zu glauben. Beate Heimann aber beteuert: „Man hat dabei keinen Hunger.“ Sie muss es wissen, schließlich fastet sie nicht nur seit vielen Jahren regelmäßig, sondern hat sich auch zur Fastenbegleiterin ausbilden lassen. Im März leitet Beate Heimann ein einwöchiges Heilfasten-Seminar der Familienbildungsstätte (Fabi) Borken. Vorab hat sie erklärt, was der Verzicht auf Nahrung für Körper und Seele bedeutet und was man dabei beachten sollte.

Montag, 20.01.2020, 19:46 Uhr
Beate Heimann kennt sich aus mit dem Thema Fasten. Im März leitet sie ein einwöchiges Seminar dazu. Foto: Kowalczik

„Zuallererst – es geht beim Fasten nicht ums Abnehmen“, sagt Beate Heimann. Klar, wer über mehrere Tage nichts isst, verliere schnell ein paar Kilo. „Die sind anschließend aber auch schnell wieder drauf.“

Worum aber geht es dann? Wieso sollten Menschen tagelang darauf verzichten, zu essen und stattdessen nur Wasser, Gemüsebrühe und Säfte zu sich nehmen? „Ganz einfach“, sagt Beate Heimann. „Dadurch findet man mehr zu sich selbst.“ Der Verzicht auf Nahrung führe zu einer größeren Konzentration auf das eigene Innere, zu einem Ausbruch aus dem Hamsterrad des Alltags. „Im besten Fall ist das Fasten der Startschuss in eine bewusstere und gesündere Lebensweise“, erklärt Heimann weiter. „Die Sinne werden dadurch geschärft, man schmeckt und riecht viel intensiver, nimmt zum Beispiel Gewürze viel stärker wahr.“ Wer das nutze und nach einer Fastenzeit bewusster esse, der habe nicht nur eine Auszeit gehabt, sondern auch nachhaltig etwas erreicht.

Der Körper gehe während einer Fastenkur an seine Reserven. „Und das kann er, da kann man sich selbst ruhig ein wenig vertrauen.“ In den ersten zwei, drei Tagen könne es zu Kreislaufproblemen kommen. Danach sei der Verzicht auf Nahrung für die meisten gesunden Menschen ab 25 Jahren kein Problem. Wichtig sei es, zu Beginn einer Fastenkur abzuführen und währenddessen genug zu trinken. Drei bis fünf Liter täglich empfiehlt die Expertin. Zu Bewegung und Entspannungsübungen rät sie außerdem. „Es ist wichtig, auf seinen Körper zu hören. Es gibt Phasen, in denen man einfach nur Ruhe braucht, und Phasen voller Energie.“ Auch emotional sei eine Fastenkur von Hochs und Tiefs geprägt. Schlechte Stimmung liegt laut Beate Heimann aber nicht am Hunger, sondern an einer durch die Ernährung in Industriestaaten verursachten Übersäuerung des Körpers, die beim Fasten abnehme. Fünf Tage sollte eine Fastenkur mindestens dauern, sagt Heimann, zehn höchstens. Anschließend rät sie zu leichter Schonkost in den ersten Tagen.

7 Infos zum Heilfasten-Seminar der Fabi gibt es unter Tel. 02861/8921200.

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