Tungerloh-Versammlung bestätigt Mitglieder des Kapellen-Beirates
Keine Radwallfahrt zum Annaberg

Gescher. Die über 450 Jahre alte Tradition der Fußwallfahrt von Tungerloh zum Annaberg bei Haltern wird fortgeführt. Überlegungen im Kapellen-Beirat, diese Prozession mit einer Radwallfahrt zu kombinieren, werden vorerst nicht weiterverfolgt. „Mit 50 Pilgern ist die Beteiligung wieder gut“, stellte Edeltraud Ening in der Tungerloh-Versammlung fest, die am Mittwochabend im Landhaus Capellen stattfand. Vorsitzender Klaus Herbstmann rief dazu auf, in den Familien besonders die jungen Leute anzusprechen und zum Mitgehen zu motivieren. Wem der knapp 40 Kilometer lange Weg zu weit sei, der könne auch Teilstrecken gehen.

Donnerstag, 23.01.2020, 22:28 Uhr
Der wiedergewählte Kapellen-Beirat mit (vorne v.l.): Josef Kemna, Edeltraud Ening, Klaus Herbstmann und Antonius Brüning, hintere Reihe (v.l.): Hubert Dowe, Martha Merz, Reinhold Höing, Pastor Hendrik Wenning, Robert Rieken und Thomas Schüring. Foto: Jürgen Schroer

Etwa alle fünf Jahre treffen sich die Capellner und Pröbstinger, um über Kapelle, Friedhof und Tungerloher Belange zu sprechen. In seinem Bericht ging Herbstmann auf die gelungene Renovierung der Kapelle ein, ausgelöst durch eine defekte Fußbodenheizung. Viele Tungerloher hätten geholfen, den alten Boden in nur zwei Tagen zu entfernen. Im Zuge der Renovierung wurde ein neuer Sandsteinboden eingebracht und der Altarraum neu gestaltet. Hier fand auch der Altar aus der Marienkirche seinen neuen Standort. Kirchenbänke aus dem Fundus des Bistums wurden aufgearbeitet und aufgestellt. Herbstmann erläuterte weitere Details der Umgestaltung und freute sich, dass das heutige Gesamtbild „wunderbar harmoniert“. Für die abgehängten Votivkreuze soll eine neue Möglichkeit der Präsentation gefunden werden, möglicherweise in Form einer Stele, erläuterte Pfarrer Hendrik Wenning auf Nachfrage aus der Versammlung.

Ein zweiter Aufgabenschwerpunkt für den Kapellen-Beirat ist der Friedhof. Hier kündigte Herbstmann eine „moderate Erhöhung“ der Gebühren an. Gründe seien steigende Kosten durch Rasengräber und andere Aufgaben. Außerdem würden die Einnahmen sinken, weil einige Gruften verkleinert werden. Durch Eigenleistungen gelingt es aber, die Gebühren für den Tungerloher Friedhof vergleichsweise niedrig zu halten. Dazu zählen Gehölzschnitte und die regelmäßige Ausrichtung der in Sand verlegten Wegeplatten. „Dafür suchen wir immer wieder Freiwillige“, sagte Herbstmann. Zwei Termine im Jahr seien vorgesehen.

An der Besetzung des Kapellen-Beirates ändert sich wenig. Einstimmig wiedergewählt für fünf Jahre wurden die Capellner Edeltraud Ening, Martha Merz, Klaus Herbstmann, Reinhold Höing und Thomas Schüring sowie die Pröbstinger Antonius Brüning, Hubert Dowe, Josef Kemna und Robert Rieken. Der fünfte Pröbstinger Platz blieb unbesetzt, soll aber nachträglich besetzt werden können, wenn sich jemand dafür findet.

Für Diskussionsstoff sorgte die beiden Prozessionen, die von Tungerloher Gläubigen organisiert werden. Die Antonius-Prozession erfreue sich in den letzten Jahren einer gleichbleibenden Beteiligung, bilanzierte Herbstmann. Die Veränderung des Rückweges sorge für mehr Verkehrssicherheit. Bei der Annaberg-Prozession soll es vorerst bei einer reinen Fußwallfahrt bleiben.

Unter „Verschiedenes“ wies Klaus Herbstmann darauf hin, dass für Führungen in der Antonius-Kapelle ein Nachfolger für Franz-Josef Menker gesucht werde – es gehe um fünf oder sechs Termine jährlich. Außerdem könnten die früheren Stühle aus der Aussegnungshalle, 15 an der Zahl, kostenlos abgegeben werden.

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