Interessensgemeinschaft möchte Stadtpark aufwerten und stellt Antrag
„Da lässt sich mehr draus machen“

Gescher. Beim Blick auf den Stadtplan sticht die Fläche ins Auge: Zwischen dem Grün am südlichen Stadtrand und dem Berkeltal im Norden wirkt der Stadtpark wie eine „grüne Lunge“ inmitten der bebauten Ortslage. Der Zustand der Anlage ist allerdings manchen Gescheranern ein Dorn im Auge, trotz einiger Attraktionen wie Spielplatz, Bücherschrank oder Outdoor-Schach. „Da lässt sich mehr draus machen“, findet Maria Kröger. Sie ist Sprecherin der neugegründeten „Interessensgemeinschaft (IG) Stadtpark“, die einige Ideen entwickelt hat, wie sich die Bezeichnung „Generationenpark“ mit Leben füllen lässt. Die IG hat einen Bürgerantrag bei der Stadt Gescher eingereicht mit dem Ziel, die Grünanlage mit vergleichsweise geringem Aufwand umzugestalten und aufzuwerten.

Donnerstag, 06.02.2020, 16:30 Uhr
Im Stadtpark gibt es schon jetzt viele Angebote, die Attraktivität der Grünfläche insgesamt lässt aber zu wünschen übrig. Jetzt haben Gescheranerinnen Vorschläge gemacht, wie sich der Park „aufhübschen“ lässt. Foto: az

Bei einer Begehung sind Maria Kröger und ihren Mitstreiterinnen viele Dinge aufgefallen, die sich im Park optimieren lassen. Grundsätzlich solle die Anlage weiterhin in verschiedene Bereiche aufgeteilt bleiben. Am Standort des jetzigen Volleyballfeldes könnte ein Forum entstehen mit einer Kleinkunstbühne – ähnlich wie beim Berkelfestival im vergangenen Sommer. Für die Ruhezone am Bücherschrank schlagen die Antragstellerinnen eine Erweiterung durch Liegen vor. Die künftige „Aktivzone“ könne mit vorhandenen Angeboten (Halfpipe, Seilbahn, Klettern, Boule, Basketball) und neuen Attraktionen (Biken in der dortigen Hügellandschaft) ausgestaltet werden. Für Hunde soll es einen eingezäunten Bereich geben, in dem die Vierbeiner frei herumtollen dürfen. Die Station „Saturn“ des Planetenweges möchten die Initiatorinnen durch eine andere Bepflanzung gefälliger in Szene setzen. Für vorhandene Bänke schlagen sie bessere Standorte vor, die Mülleimer sollten möglichst in unmittelbarer Nähe der Laternen platziert werden.

Auch bei den Grünbeeten sehen die Antragstellerinnen Handlungsbedarf. Sie möchten hier vor allem bienenfreundliche Pflanzen sehen – das sei auch als Beitrag zum Klimaschutz zu verstehen und bringe „Ökopunkte“. Bei einer Neubepflanzung sollten zudem Zwiebeln der Glockenblume mit eingepflanzt werden, um das Corporate Identity der Glockenstadt zu befördern. Auch ein „Beet der Düfte“ und eine naturbelassene Fläche sieht die vorgelegte Skizze vor.

„Viele Dinge lassen sich mit relativ geringen Mitteln umsetzen“, wirbt Maria Kröger für den Antrag der IG Stadtpark. Die Stadtgärtner könnten hier tätig werden. Denkbar sei auch ein gemeinsamer Aktionstag, bei dem Bürger, Anlieger und Vereinsvertreter gemeinsam „in die Hände spucken“.

Bürgermeister Thomas Kerkhoff sagte eine „wohlwollende Prüfung“ zu. Der Antrag werde im Haupt- und Finanzausschuss am kommenden Mittwoch (12. 2.) zur Beratung angenommen und dann an den zuständigen Fachausschuss verwiesen. Sofern eine Umsetzung politisch gewollt sei, sei zu prüfen, ob sich für die ein oder andere Maßnahme Fördermittel generieren ließen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7243320?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947616%2F
Nachrichten-Ticker