ÜMI -Angebot an Grundschulen wird ab dem nächsten Schuljahr ausgeweitet
Betreuung künftig bis 14 Uhr

Gescher. Gute Nachricht für Eltern von Grundschulkindern: Ab dem nächsten Schuljahr wird das ÜMI-Angebot (Übermittagsbetreuung) an der Von-Galen-Schule und an der Pankratiusschule an den Standorten Gescher und Hochmoor ausgeweitet. Künftig können Eltern ihre Kinder bei Bedarf bis 14 Uhr betreuen lassen – knapp eine Stunde länger als bislang. „Damit kommen wir Wünschen von Eltern entgegen, die sie in Befragungen geäußert haben“, erläuterte Erste Beigeordnete Kerstin Uphues am Mittwoch im Rahmen eines Pressegespräches. Anfang nächster Woche sollen die Eltern schriftlich informiert werden.

Donnerstag, 13.02.2020, 06:24 Uhr
Vertreter von Verwaltung, Schulen und Trägern erläuterten das erweiterte ÜMI-Modell (v.l.): Erste Beigeordnete Kerstin Uphues, Bürgermeister Thomas Kerkhoff, Birgit Knauer, Matthias Brinkmann , Marlen Banseberg, Frank Herbstmann, Petra Roters und Anja von dem Berge. Foto: Jürgen Schroer

Die Stadt Gescher gibt im Bereich ÜMI und Offene Ganztagsschule viel Geld aus, erreicht aber keine hohe Elternzufriedenheit. Flexiblere Betreuungszeiten sind gewollt. Beim Offenen Ganztag lässt sich das aufgrund der Landesvorgaben nicht umsetzen, hier ist eine kontinuierliche Betreuung der Kinder inklusive Mittagessen bis maximal 17 Uhr festgeschrieben. Bei der ÜMI gibt es mehr Spielräume, die nun genutzt werden sollen. In Absprache mit den Trägern – Förderverein Von-Galen-Schule beziehungsweise Caritas an der Pankratiusschule – ist das neue Modell gefunden worden. „Die Ausweitung bis 14 Uhr trifft den Bedarf vieler Eltern“, sagte Uphues, Dies vor dem Hintergrund, dass sich für viele berufstätige Eltern die Abholung eine Stunde früher nur schwerlich regeln lässt. „Die haben bislang teilweise den Offenen Ganztag für ihr Kind gewählt, obwohl sie diesen Umfang an Betreuung eigentlich nicht wollten“, ergänzte Bürgermeister Thomas Kerkhoff. Hier sei das erweiterte ÜMI-Angebot ab dem kommenden Schuljahr eine gute Alternative.

Schon jetzt werden die ÜMI-Angebote gut angenommen. An den Teilstandorten der Pankratiusschule sind es nach Auskunft von Schulleiterin Birgit Knauer etwa 75 Kinder, die betreut werden. Die Von-Galen-Schule hat 100 ÜMI-Kinder, die derzeit im „Grünen Haus“ (ehemalige Flüchtlingsunterkunft im Stadtpark) und im alten Hausmeisterhaus untergebracht sind. Nach den Sommerferien, so Fördervereinsvorsitzender Frank Herbstmann, werde das ÜMI-Angebot im „Grünen Haus“ konzentriert. Er sei gespannt, wie viele Kinder vom Ganztag zum erweiterten ÜMI-Angebot wechseln werden. Falls sich für den Förderverein als Träger eine finanzielle Unterdeckung ergeben sollte, würde die Stadt einspringen. Wie bisher sollen die Eltern wählen können, ob sie die ÜMI bis zu zwei Tage oder bis zu fünf Tage pro Woche in Anspruch nehmen wollen. „Die flexiblen Abholzeiten bleiben natürlich“, so Marlen Banseberg, OGS-Leiterin an der Pankratiusschule.

Eine auf 7 Uhr vorgezogene Betreuung, wie es in der Befragung auch von einigen Eltern gewünscht worden sei, lasse sich nicht organisieren, so Uphues. Aber eine Ausweitung der Betreuung in den Schulferien über die jetzigen Ferienkofferangebote hinaus sei das nächste Ziel, an dem gearbeitet werde. Diese Verbesserung werde voraussichtlich ab dem Schuljahr 2021/2022 umgesetzt. „Wir möchten deutlich machen, dass wir die Elternbefragung ernst nehmen und an Lösungsmodellen arbeiten“, bilanzierte Uphues.

7 Auskünfte zur ÜMI-Betreuung erteilen die Schulsekretariate, Tel. 954 332 (Von-Galen-Schule) oder Tel. 5031 (Pankratiusschule).

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