d.velop startet mit drei weiteren Unternehmen eine Internetplattform für Coworking-Plätze
IT-Nachwuchs in Region holen

Gescher/ Münster. Der Startschuss ist gefallen. Vier Unternehmen aus dem Münsterland, darunter d.velop aus Gescher, haben in Münster eine Internetplattform gestartet, auf der Interessenten Coworking-Plätze in der Region finden.

Donnerstag, 05.03.2020, 06:02 Uhr
Vier Unternehmen aus dem Münsterland, darunter d.velop aus Gescher, haben in Münster eine Internetplattform gestartet, auf der Interessenten Coworking-Plätze in der Region finden. Foto: Rupert Joemann

Doch das soll erst der Einstieg sein. Die Firmen Shopware, Orderbase (Münster), d.velop (Gescher) und der Digital-Hub Münsterland möchten erreichen, dass sich möglichst viele Partner zu einem breiten Netzwerk zusammenfinden. Mit regionalem oder thematischem Fokus sind die Mitglieder der d.velop-Gruppe Ansprechpartner vor Ort zu spezifischen Themen rund um Dokumenten-Management und Digitalisierung.

„Wir müssen uns mit neuen Arbeitskonzepten beschäftigen“, sagte Shopware-Finanzdirektor Ralf Marpert. Das Schöppinger Software-Unternehmen will acht bis zwölf Coworking-Plätze zur Verfügung stellen. Die sind in der ehemaligen T&H-Kfz-Werkstatt untergebracht und können von den Interessenten 24 Stunden am Tag genutzt werden.

Das Projekt sei aber nicht als Büroraum-Vermittlung gedacht, so Robert Holtstiege, Geschäftsführer der Orderbase Consulting GmbH. Vielmehr gehe es darum, Synergien zu nutzen und die Menschen in Kontakt zu bringen. „Die größte Aufgabe ist, dass der Nachwuchs im IT-Bereich in die Region kommt“, sagte Holtstiege.

Bei dem Projekt können Interessenten unterschiedlich ausgestattete Arbeitsplätze monatsweise mieten. Dabei können sie auch die Infrastruktur der teilnehmenden Firmen nutzen, von der Kaffeemaschine bis hin zum Besprechungsraum.

„Das Projekt ist ein Netzwerk innovativer Arbeitswelten für Startups, Freelancer und Unternehmen in der gesamten Region“, so Isabelle Domeier vom Digital-Hub Münsterland, der seit rund drei Jahren Firmen, Wissenschaft, Institutionen und Startup-Unternehmen vernetzt.

So ist im münsterschen Hafen ein Coworking-Bereich entstanden. „Ich habe das Gefühl, dass der Markt noch nicht gesättigt ist. Ich sehe noch Marktpotenzial“, sagte Sebastian Köffer, Geschäftsleiter des Digital-Hubs Münsterland.

In großen Städten würden Coworking-Plätze wie Pilze aus dem Boden sprießen, so Köffer. Das könne man im Münsterland nicht erwarten. „Hier herrschen andere Rahmenbedingungen.“

Jedoch sei es durchaus möglich, innovative Startups über das Coworking in die Region zu holen. Und sollten diese sich mit ihrer Geschäftsidee etabliert haben, blieben sie möglicherweise in der Region.

Diese Hoffnung dürfte auch ein Grund mit dafür sein, dass die Wirtschaftsförderer der Münsterland-Kreise das Projekt unterstützen.

Das Coworking-Projekt soll „eine vernetzte, digitale Gemeinschaft“ schaffen, so Isabelle Domeier. Wenn kreative Köpfe zusammen arbeiten, könne das nur positiv sein. Idealerweise sitzen mehrere an einem Coworking-Standort zusammen und tauschen sich dabei aus. Sebastian Köffer hofft, „eine Coworking-Kultur in den Kreisen des Münsterlandes“ zu erreichen.

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