Mobiles Beratungsangebot zur Bekämpfung und Prävention von Wohnungslosigkeit
Wenn das Wohn-Mobil anrollt

Gescher. Erstmals hat das „Wohn-Mobil“ am Rathaus der Glockenstadt Station gemacht. Das „Wohn-Mobil“ gewährleistet Beratung, wo sie gebraucht wird, wie die Stadt mitteilt. Für die Bekämpfung und Prävention von Wohnungslosigkeit gibt es seit dem 1. September 2019 dieses dezentrale mobile Beratungsangebot im Kreis Borken durch den Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen. Durch das niedrigschwellige Beratungsangebot „Wohn-Mobil“ sollen Menschen erreicht werden, die bisher nicht von einem adäquaten Unterstützungsangebot profitiert haben.

Dienstag, 10.03.2020, 06:30 Uhr
Das Team des „Wohn-Mobils“ ist künftig regelmäßig in Gescher und hilft Menschen, denen der Wohnungsverlust droht. Foto: az

Da der Kreis Borken ein Flächenkreis ist, kann ein entsprechendes Beratungsangebot nicht fest an einem Ort organisiert werden. Deshalb erscheint die Organisation eines Beratungsangebotes mit dezentralen und aufsuchenden Strukturen zur ortsnahen Versorgung von Menschen, die Unterstützungsbedarf in Wohnungsfragen haben, für den Kreis Borken zielführend.

Leider stellt der ambulante Dienst des Vereins seit mehreren Jahren eine zunehmende Unterversorgung mit adäquatem Wohnraum fest und eine Entspannung des Wohnungsmarktes sei nicht absehbar. Somit bedürfe es eines neuen niedrigschwelligen, dezentralen, mobilen und aufsuchenden Beratungsangebotes, welches persönliche Beratung der Betroffenen vorhält, Strukturen schafft sowie Prävention beinhaltet, um Wohnraumverlust zu verhindern.

Das Projekt „Wohn-Mobil“, welches vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen gefördert wird, ist vorerst bis Ende 2020 geplant und es bestehen bereits laufende Unterstützungsprozesse vielfältiger Art.

Konkrete Ziele werden Mithilfe des „Wohn-Mobils“ verfolgt. Hierzu zählen unter anderem die Existenzsicherung zu wahren, Stärkung der Selbsthilfekraft, Erlangung und Sicherung von angemessenem Wohnraum sowie Eröffnung des Zugangs zu weiteren Hilfen wie zum Beispiel Schuldner- oder Suchtberatung. Dafür werden verschiedene Netzwerke aufgebaut. An diesen Netzwerken werden – neben Anbieter anderer Hilfen – relevante Akteure des Kreises Borken, wie zum Beispiel kommunale Ordnungsämter, Jobcenter, Sozialämter oder auch private Vermieter beteiligt sein. Durch die Präsenz in den sozialen Medien, bei den Menschen vor Ort und durch Mund-zu-Mund-Propaganda soll eine schnelle Verbreitung und Bekanntheit des Angebotes erreicht werden, heißt es.

Ein großes Anliegen des Vereins für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen ist es, jedem ins Bewusstsein zu rufen, dass das Angebot des „Wohn-Mobils“ Ansprechpartner für Menschen in allen Notlagen hinsichtlich eines bedrohten Wohnverlustes bietet. Als Beispiel auch für die „alleinerziehende Mutter“, wenn der Wohnungsverlust droht.

Um den ersten Kontakt zu erleichtern, ist das „Wohn-Mobil“ per Handy, via Anruf, SMS, Whats-App oder per Mail zu erreichen. Das „Wohn-Mobil“ fährt mit seinem VW-Bus durch 14 Städten und Gemeinden im Kreis Borken. Damit ein ruhiger Raum für die Klärung des Hilfebedarfs gewährleistet ist, hat der Verein Räume an öffentlichen Orten wie Rathäuser oder Pfarrgemeinden angemietet, an denen feste Sprechzeiten organisiert werden.

7 Eine Beratungssprechstunde findet im Rathaus der Stadt Gescher an jedem vierten Donnerstag im Monat von 8.30 bis 10.30 Uhr im Raum 0.12 statt. Kontakt: Telefon (0151) 563 299 63, E-Mail: wohn-mobil@va-ambulante-dienste.de

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