Neue Ausstellung in der Kunsthalle Hense ab Freitag (15. 5.)
Gemeinsam den „Corona-Blues“ erleben

Gescher. In der Kunsthalle Hense ist ab Freitag (15. 5.) die Ausstellung „Corona-Blues“ zu sehen. Bis zum 23. August können interessierte Besucher erleben, wie zeitgenössische Kunst die Corona-Realität verarbeitet.

Freitag, 08.05.2020, 22:04 Uhr
„Maria 2020“ heißt diese Arbeit von Julia Drahmann und Maike Brautmeier und wird ab Freitag (15. 5.) in der Kunsthalle Hense gezeigt. Foto: az

Die Corona-Krise hat unsere Gesellschaft tief erschüttert. Das öffentliche und kulturelle Leben wurde weitgehend eingestellt. Geschlossene Einrichtungen und Kontaktverbote haben zu menschenleeren Straßen und Plätzen geführt. Die Befolgung hoher Hygienestandards wurde verpflichtend. Dinge, die wir für selbstverständlich hielten, waren es plötzlich nicht mehr. Quarantäne und soziale Isolation sensibilisierten für große und kleine Fragen des Lebens: Wie lebt es sich abgeschirmt, in Beziehungslosigkeit, Langeweile und Leere? Wie schnell werden zivilisatorische Verhaltensweisen über Bord geworfen, wenn Knappheit herrscht? „Urplötzlich wurden wir gezwungen, vertraut Gewordenes aufzugeben und Bedürfnissen zu entsagen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Noch vor ein paar Wochen unantastbare Errungenschaften unserer Zivilisation wurden schnell und bereitwillig zum Wohle aller aufgegeben. Doch, wie viel Entsagung ist unbedenklich?

Während wir das Virus bekämpfen, geht es einem gut: dem Planeten. Die kurzfristigen Maßnahmen im Kampf gegen Corona haben bislang positive Effekte auf Klima und Umwelt gehabt. Verzeichnet werden ein Rückgang der Treibhausgase, verbesserte Luft- und Wasserqualität, weniger Müll durch ausgebliebene Touristen. Kann das Band „Mensch-Natur“ neu geknüpft werden?

Als gemeinnütziger und sinnstiftender Träger von Kunst und Kultur hat die Kunsthalle Hense sich der Herausforderung gestellt, zügig auf das aktuelle Zeitgeschehen zu reagieren und eine Ausstellung zum Thema Corona-Realität kuratiert, in der den oben gestellten Fragen nachgegangen wird. Gezeigt werden Positionen zeitgenössischer Kunst in den Disziplinen Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie, Installation und Video. Um eine stilistisch und inhaltlich facettenreiche Ausstellung zu konzipieren, wurden ausgewählte Galerien, Künstlerinnen und Künstler zu einer Teilnahme eingeladen. Durch ihre rasche Zustimmung und großzügigen Leihgaben konnte die hauseigene Sammlung für die Dauer der Ausstellung um zahlreiche Werke ergänzt werden.

Die Kunsthalle Hense lädt dazu ein, den Corona-Blues gemeinsam zu erleben: durch Schauen, Fühlen, Sprechen oder Schweigen. Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten, eine Schutzmaske zu tragen und einen Personenabstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten. Falls nicht vorhanden, kann eine Schutzmaske in der Kunsthalle Hense erworben werden.

7 Öffnungszeiten: Freitag 18 - 21 Uhr, Sonntag 14 - 18 Uhr (und jederzeit nach Vereinbarung).

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