Freibad öffnet am kommenden Dienstag (2. 6.) um 12 Uhr
Badevergnügen nur nach Anmeldung

Gescher (js). Die Ratsmitglieder waren sich weitgehend einig: Die Gescheraner sollen auch im Corona-Jahr 2020 schwimmen gehen können, auch wenn der Freibadbesuch mit erheblichen Einschränkungen verbunden ist und die Stadt Mehrkosten von rund 50 000 Euro in Kauf nehmen muss. Bei einer Gegenstimme (CDU) beauftragte der Rat die Verwaltung, das Bad ab kommenden Dienstag (2. 6.) unter Berücksichtigung des erarbeiteten Infektionsschutz- und Zugangskonzeptes zu öffnen. Erster Einlass ist um 12 Uhr, wobei Besucher sich vorher anmelden müssen und maximal zwei Stunden bleiben können.

Freitag, 29.05.2020, 06:25 Uhr
Endlich – am kommenden Dienstag beginnt die Freibadsaison in Gescher. So trubelig wie im Sommer 2018 wird es aber nicht zugehen können. Foto: az

„Das ist alles nicht schön“, kommentierte Erste Beigeordnete Kerstin Uphues das mit dem Gesundheitsamt abgestimmte Konzept. Maximal 90 Personen werden in der Startphase eingelassen, 30 dürfen zeitgleich ins Wasser. Verbindliche Online-Reservierung (ab Pfingstmontag auf www.gescher.de), Umkleiden und Duschen gesperrt, Zugang zum WC nur mit Mund-Nasen-Schutz, provisorische Umkleidemöglichkeit am Zaun, Abstand auf den Liegewiesen – damit werden die Freibadbesucher in dieser Saison leben müssen. Jahreskarten gibt es nicht, der Eintritt kostet ein Euro für Kinder/Jugendliche und zwei Euro für Erwachsene. SPD-Sprecher Ansgar Heming regte an, auch Sozialhilfeempfänger und Menschen mit Behinderung für einen Euro einzulassen. Hierzu teilte Uphues im Nachgang zur Sitzung mit, dass die Verwaltung an ihrem Tarifmodell festhalten möchte – das sei verträglich und praktikabel.

Aus den Fraktionen gab es überwiegend Zustimmung für die Vorgehensweise. „Wir sind für die Öffnung“, stellte UWG-Sprecher Werner Bönning fest. Zum einen, damit das Personal nicht in Kurzarbeit geschickt werden müsse, zum anderen, um den Bürgern in Coronazeiten etwas Lebensqualität und Abwechslung zu bieten. In der CDU-Fraktion gebe es unterschiedliche Auffassungen, so Egbert Kock, die Mehrheit sei für eine Öffnung des Bades. „Das ist ein Anfang“, meinte Kock. Grünen-Sprecher Wolfgang Brüggestrath hielt es für richtig, die Zahl der Gäste und Schwimmer schrittweise zu erhöhen, wenn das Konzept funktioniere. Bei der Anmeldung müsse es eine Alternative zum Online-Verfahren geben, meinte er. In Ausnahmefällen, so heißt es, sollen Reservierungen auch telefonisch im Freibad oder über das Bürgerbüro erfolgen können. Die Wertschränke im Freibadgebäude können nicht genutzt werden, hier will die Verwaltung nach einer Alternative schauen.

Grünes Licht gab der Rat für die vorgeschlagenen Anschaffungen: Sonnenschutzsegel für den Wasserspielgarten und 16 Liegestühle. Die Mittel dafür – jeweils 5000 Euro – waren auf Antrag der UWG in den Haushalt eingestellt worden.

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