779 Gesamtschüler starten Mittwoch ins neue Schuljahr und müssen im Unterricht Maske tragen
„Hoffen auf möglichst viel Normalität“

Gescher. Die Schüler haben noch frei, die Lehrer sind schon in der Schule. In Teams bereiten sie das neue Schuljahr vor, das am kommenden Mittwoch (12. 8.) unter Corona-Bedingungen beginnt – mit Maskenpflicht auch im Unterricht. „Wir starten mit Präsenzunterricht und hoffen auf möglichst viel Normalität“, sagt Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis. Gleichzeitig werden Konzepte vorbereitet, damit auch das Homeschooling funktionieren kann – für den Fall, dass einzelne Schüler zu Hause bleiben müssen oder im Infektionsfall auch größere Gruppen oder ganze Jahrgänge. Zugleich sieht Manemann-Kallabis in der Pandemie auch die Chance für einen Digitalisierungsschub in den Schulen. Da sei man in Gescher durch die Anschaffung von Dienst-iPads für alle Lehrer (auch in den Grundschulen) und ersten Medienkoffern für Klassen auf einem guten Weg.

Samstag, 08.08.2020, 07:48 Uhr
Der Start ins Schuljahr 2020/2021 rückt näher. Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis heißt alle Gesamtschüler willkommen und hofft, dass der vorgesehene Präsenzunterricht in den nächsten Wochen und Monaten planmäßig stattfinden kann. Foto: Jürgen Schroer

Für 779 Schüler und 78 Lehrer – darunter fünf neue Gesichter einschließlich einer sozialpädagogischen Kraft – beginnt am Mittwoch der Schulalltag. Coronabedingt finden Gottesdienst und Einschulungsfeier für die Fünftklässler in zwei Gruppen statt. Für die Jahrgänge sechs bis zwölf ist normaler Unterricht, der für alle um 13 Uhr endet. „Mit dem Ganztag starten wir erst am folgenden Montag“, sagt Manemann-Kallabis.

Corona wird das Schulleben weiter prägen. Überall auf dem Gelände, im Gebäude und auch im Unterricht müssen die Schüler Masken tragen. Das werde hart, weiß Manemann mit Blick auf die andauernde Hitze, aber „wir werden das streng handhaben“. Die entsprechende Verordnung gelte zunächst einmal bis Ende August. Auch die Lehrer müssen die Maske im Unterricht aufsetzen, dürfen sie nur an der Tafel abnehmen, wenn genügend Abstand gewahrt bleibt. Sportstunden können nur im Freien stattfinden und werden deshalb teilweise ins Freibad verlegt. Auch der Musikunterricht läuft „anders“, Singen ist nicht erlaubt. Zu den Vorsorgemaßnahmen zählt ferner die kostenlose Testung aller Schul-Bediensteten, die über die Hausärzte alle 14 Tage möglich ist. Das ist freiwillig, aber Manemann-Kallabis geht davon aus, dass eine hohe Zahl der Kollegen diese Möglichkeit nutzen wird.

In den Sommerferien, in denen die Schule nur eine Woche komplett geschlossen war, ist die Zeit auch für konzeptionelles Arbeiten genutzt worden. Neben Homeschooling-Strategien ging es dabei auch um die Oberstufe, in der der erste Jahrgang der Gesamtschule die Qualifikationsphase 1 erreicht hat und 2022 zum Abitur geführt wird. „Wir möchten das selbstständige Arbeiten aus der Sekundarstufe 1 bis zum Abitur weiterführen“, erläutert Manemann-Kallabis. „Lernbüroarbeit“´nennt sich dieses Konzept, das bislang nur an wenigen Schulen in Deutschland umgesetzt werde. Gerade in der Lockdown-Phase habe sich dieser Ansatz bewährt, denn nach den Rückmeldungen der Kollegen seien die Gesamtschüler zum großen Teil in der Lage gewesen, selbstständig zu arbeiten.

Froh ist Manemann-Kallabis, dass die Stadt Gescher weiter in die Ausstattung der Gesamtschule investiert. Dazu zählt neben der Renovierung von zehn Klassenräumen in den Ferien und der Anschaffung von iPads auch die Aufwertung des Schulhofgeländes in kleinen Schritten. Schulgarten und Spielflächen sollen demnächst neu gestaltet werden, außerdem soll eine Niedrigseilanlage kommen.

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