14 226 Gescheraner sind zur Stimmabgabe aufgerufen
Ab Montag darf gewählt werden

Gescher. Wahlkabine und Urne stehen bereit, das Fenster dahinter ist abgeklebt, damit von außen niemand unzulässigerweise „spickt“. Voraussichtlich ab Montag (17. 8.) können die Gescheraner im Rathaus ihre Kreuzchen für die Kommunalwahl machen, die am 13. September stattfindet. Wer vorab wählen möchte, kann das tun. Um den Besucherverkehr zu entzerren und Wartegruppen vor dem Bürgerbüro auch mit Blick auf die Corona-Situation zu vermeiden, hat die Stadtverwaltung ein eigenes Wahlbüro eingerichtet. Nach jetzigem Stand sind 14 226 Gescheraner zur Stimmabgabe aufgerufen. „Darunter 880 Erstwähler“, informiert Wahlamtsleiterin Heike Twyhues.

Donnerstag, 13.08.2020, 06:35 Uhr
Im eigens eingerichteten Wahlbüro ist alles startklar: Bürgermeister Thomas Kerkhoff und Wahlamtsleiterin Heike Twyhues rechnen damit, dass viele Gescheraner schon vom dem 13. 9. ihre Kreuze machen. Foto: Jürgen Schroer

Seit Anfang des Jahres laufen im Rathaus die Vorbereitungen für die mit Spannung erwartete Kommunalwahl. Das erste Thema war die Neueinteilung der Wahlbezirke aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Mit der jüngsten Sitzung des Wahlausschusses ist das Wahlvorschlagsverfahren zu Ende gegangen – alle eingereichten Vorschläge sind zulässig. „Da hat es auch im Nachhinein keine Probleme mehr gegeben“, so Bürgermeister Thomas Kerkhoff. Nun wartet man im Rathaus auf den Eingang der Stimmzettel. Vier davon bekommt der Wähler in die Hand und entscheidet über die Zusammensetzung von Kreistag (weißer Zettel) und Rat (hellgrün) beziehungsweise wer Landrat (hellrot) und Bürgermeister (gelb) wird.

Auch den Versand der Wahlbenachrichtigungskarten hat die Stadt bei der Post in Auftrag gegeben, sie werden jetzt nach und nach zugestellt. Die Frist endet am 23. August: „Wer bis dahin keine Karte bekommen hat, sollte sich bei uns melden“, empfiehlt Twyhues.

Schon bei vergangenen Wahlen ist die Briefwahlbeteiligung kontinuierlich auf über 20 Prozent gestiegen. Diesmal könnten es – auch wegen Corona – noch viel mehr Briefwähler sein. „Deshalb haben wir erstmals vier Briefwahlvorstände gebildet“, so Twyhues. Die einfachste Möglichkeit, vorab zu wählen, besteht darin, mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis ins Rathaus zu marschieren und dort seine Kreuze zu machen oder die Unterlagen mitzunehmen. Aber auch andere Wege führen zum Ziel: Handy-Nutzer brauchen nur den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigungskarte einzulesen und gelangen so direkt auf den vorausgefüllten Wahlscheinantrag. „Die Daten laufen so automatisch ins Programm, Fehler bei der Übertragung sind ausgeschlossen“, wirbt Twyhues für diese Variante. Wer möchte, kann die Briefwahlunterlagen auch über die Homepage der Stadt anfordern oder ganz klassisch auf dem Postweg.

Mit dem Hinweis auf die vielen Möglichkeiten der Stimmabgabe rufen Kerkhoff und Twyhues die Bürger dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Es gibt keine Ausrede, nicht zu wählen“, findet der Bürgermeister. Auch bedürfe es keines besonderen Grundes, um Briefwahl zu praktizieren. Das sei früher einmal so gewesen und bei älteren Bürgern manchmal noch im Hinterkopf, so Kerkhoff.

Am Wahltag selber sind 140 Wahlhelfer in den verschiedenen Wahllokalen im Einsatz, dazu noch einmal rund 30 Mitarbeiter im Rathaus. Interessierte Bürger sind ins Wahlstudio eingeladen, das entweder im frisch renovierten Rats-Saal oder unten in der Bürgerhalle und draußen stattfinden wird. Alternativ kommt auch der Theater- und Konzertsaal in Frage. Die Verwaltung wird alle einlaufenden Ergebnisse sofort präsentieren und auch online stellen. „So, wie sie reinkommen“, sagt Twyhues. Dabei ist – gerade auch mit Blick auf die spannende Bürgermeisterwahl – Geduld gefragt, denn die Reihenfolge der Auszählung lautet: Kreistag, Landrat, Stadtrat, Bürgermeister.

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