GFBKS-Ausschuss befürwortet Satzungsänderung und bewilligt höheren Zuschuss
Jugendwerk bekommt mehr Personal

Gescher. Das Jugendwerk für die Stadt Gescher e.V. steht vor strukturellen Neuerungen. Künftig soll es Änderungen bei der Zusammensetzung der Mitgliederversammlung und mehr Personal geben. Im Haushalt 2021 will die Stadt Gescher 35 000 Euro zusätzlich bereitstellen, damit zumindest eine halbe Stelle finanziert werden kann. Dieser Punkt wurde im Ausschuss für Generationen, Familie, Bildung, Kultur und Sport (GFBKS) am Donnerstag bei vier Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen auf Seiten der CDU beschlossen – hier wurde ein Gesamtkonzept gefordert, bevor so viel Geld ausgegeben werde. Einig waren sich die Fraktionen bei der Beantragung von Fördermitteln für mehr Personal beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und beim Kreis Borken. So könnte es gelingen, sogar eine ganze Stelle für das hiesige Jugendwerk zu gewinnen.

Samstag, 26.09.2020, 07:56 Uhr
Vielfältige Aufgaben schultert das Jugendwerk für die Stadt Gescher e.V. und muss dabei mit weniger Personal auskommen als vergleichbare Jugendwerke in der Nachbarschaft. Das soll sich ändern: Laut Beschluss gewährt die Stadt 35 000 Euro für eine zusätzliche halbe Stelle. Foto: az

Eindringlich führte Ausschussvorsitzender Ansgar Heming (SPD), zugleich Vorsitzender des Jugendwerkes, den Ausschusskollegen vor Augen, dass die personelle Ausstattung des Jugendwerkes – auch im Vergleich mit Nachbarstädten – unzureichend sei. „Die Aufgabenfülle hat zugenommen und lässt sich so nicht mehr bewältigen“, sagte Heming und verwies auf Jugendbüro, Ferienangebote, den Kulturrucksack oder das Projekt „Wir sind Zukunft“. Der Vorstand des Jugendwerkes habe in den vergangenen Jahren immer mehr aufgefangen und zuletzt monatlich oder noch häufiger getagt, ohne allem gerecht werden zu können. Es bestehe Bedarf „für mindestens eine halbe pädagogische Stelle mit Leitungsfunktion im Jugendwerk“. Ergänzend zur Mittelbereitstellung im städtischen Haushalt soll beim Kreis Borken eine Wiederbesetzung der halben Stelle für die aufsuchende Jugendarbeit in Gescher beantragt werden, auch dies sei „dringlich“. Ein zweiter Förderantrag geht an den Landschaftsverband.

Dass Handlungsbedarf besteht, war im Ausschuss unstrittig. Dennoch gab es unterschiedliche Akzente: „Wir unterstützen die beiden Förderanträge“, sagte Bernd Witte (CDU). Seine Fraktion halte den Zeitpunkt für die Bereitstellung von Mitteln aber für verfrüht. Die Aufgabenstellung, ob eher im pädagogischen oder organisatorischen Bereich, müsse klar sein. Die Entscheidung über mehr Geld für mehr Personal solle der neue Rat mit dem Haushalt 2021 treffen. Auch Fraktionskollegin Steffi Pohl pochte auf ein Gesamtkonzept mit konkreter Stellenbeschreibung. Alle anderen Fraktionen verwiesen auf den dringenden Handlungsbedarf. „Die Last ruht auf wenigen Schultern, das geht so nicht weiter“, meinte Rita Hölker (SPD). Die Budget-Aufstockung für das Jugendwerk sei „sinnvoll und richtig“. Diese Auffassung teilten auch UWG, Grüne und FDP, sodass es am Ende eine klare Mehrheit für den Beschlussvorschlag gab.

Nach kurzer Diskussion einstimmig angenommen wurde der Vorschlag für eine Satzungsänderung. Bislang besteht die Mitgliederversammlung des Jugendwerkes zum Großteil aus Mitgliedern des GFBKS. Die sind oft auch Ratsmitglied und zeitlich sehr beansprucht. Die Beteiligung an den Mitgliederversammlungen war deshalb in der Vergangenheit sehr gering. Künftig soll der Fachausschuss nur noch sieben Vereinsmitglieder bestellen, die anderen acht benennt der Rat und ist dabei in der Auswahl frei – es können also auch interessierte Bürger benannt werden, die nicht Rats- oder Ausschussmitglied sind.

Nicht gerüttelt wird an der Regelung, dass der Vorsitzende des GFBKS-Ausschusses auch den Vorsitz im Jugendwerk inne hat.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7603382?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947616%2F
Nachrichten-Ticker