Velener leitet Gruppe in Hochmoor seit 20 Jahren
Borgmann hebt Chor auf neues Niveau

Hochmoor. Wer vom Chor St. Stephanus in Hochmoor spricht, kommt nicht umhin, auch Michael Borgmann zu nennen. Ganz eng miteinander verknüpft ist der Erfolg des Chors mit seinem Leiter. Die Sänger haben dem Velener während einer Probe gedankt. Vor ziemlich genau 20 Jahren übernahm der heute 63-jährige Velener die Gruppe und machte den Chor seither im Münsterland bekannt.

Freitag, 16.10.2020, 07:02 Uhr
Michael Borgmann wurde für seine 20-jährige Tätigkeit als Leiter des Kirchenchores der Gemeinde St. Peter und Paul von der Vorsitzenden Mathilde Grösbrink (r.) geehrt. Foto: az

Mathilde Grösbrink ist seit sieben Jahren Vorsitzende des Chors. Schon als Kind sang sie im Kinderchor in Hochmoor, wechselte später zu den Erwachsenen. Sie hat die Entwicklung der Gruppe beobachtet.

„Dass unser Chor so erfolgreich ist, darf man ruhig mit Michael Borgmann in Verbindung bringen“, sagt sie. „Durch seinen ehrlichen Umgang weiß er die Sänger zu begeistern. Er wägt zudem sehr gut ab, welche Lieder dem Chor gefallen könnten.“

Grösbrink hat als Hochmooranerin einen kurzen Weg zu den Proben. Einige Mitglieder kommen aber von weiter her. Gaby Klag zum Beispiel. Die gebürtige Velenerin zog vor etwa zwei Jahren nach Anholt und nimmt wöchentlich die Anreise auf sich, um mitsingen zu können.

„Es macht Spaß. Es lohnt sich einfach, zu den Proben zu fahren“, sagt Klag. Zum einen mache sie das auch, um alte Kontakte zu pflegen. „Zum anderen ist die Atmosphäre im Chor super. Das liegt am Korsett der Gruppe. Das hängt aber auch mit dem Chorleiter zusammen. Er bringt gute Stimmung in die Gruppe.“

Michael Borgmann erinnert sich noch an die Zeit, als er den Chor übernahm. „Ich hatte damals eigentlich gar nicht mit dem Gedanken gespielt, die Leitung eines Chors zu übernehmen“, sagt er. Borgmann hatte ein Studium für Kirchenmusiker im Nebenamt absolviert. „Ich hatte damals zunächst vor, mein Klavier- und Orgelspiel auf ein höheres Niveau zu heben“, berichtet der Velener.

Er sagte dennoch zu und hob stattdessen den Chor auf ein neues Niveau. Zum einen gesanglich, zum anderen personell. „Ich erinnere mich noch, dass bei der ersten Probe gerade mal 30 Sängerinnen und Sänger dabei waren. Es kamen aber schnell neue hinzu“, so Borgmann. Heute gehören mehr als 100 Sängerinnen und Sänger zu der Gruppe.

Aus wirtschaftlichen Gründen hätte Borgmann die Stelle in Hochmoor nicht annehmen müssen. Er ist heute stellvertretender Leiter des staatlichen Rechnungsprüfungsamts in Münster. „Ich habe aber schon immer große Freude am Klavier- und Orgelspiel gehabt, war schon in meiner Jugend Vertretungsorganist in der Kirche. Ich bin gläubig und habe immer schon gerne gesungen. Darum ist die Musik ein wichtiger Bestandteil meines Lebens“, erklärt der Chorleiter. Auch darum habe er damals die Stelle angenommen.

Auftritte im Petersdom in Rom, beim Bistums- und dem Domweih-Jubiläum sowie beim Katholikentag in Münster gehörten zu den Höhepunkten von Borgmanns Zeit mit dem Chor.

„Und da hat sicher auch die Tatsache, dass unser Chor über die Jahre so groß geworden ist, dazu beigetragen, dass wir bekannter geworden sind und zu besonderen Anlässen auftreten dürfen“, erklärt Michael Borgmann.

Er sagt aber auch, dass seine Gruppe mittlerweile eine gute Größe erreicht habe. „Mit 100 Sängern ist die Gruppe gut zu handeln. Wären es 200, wäre es schwer“, analysiert der Velener.

Er habe einen tollen Chor. Alle seien mit großer Freude dabei. „Ich glaube, dass die Sängerinnen und Sänger mich mögen, und ich mag sie“, sagt Michael Borgmann.

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