Günter Schültingkemper (CDU) soll 1. stellvertretender Bürgermeister bleiben
Künftig drei Stellvertreter-Posten?

Gescher (js). Allmählich zeichnet sich ab, wie die Stadtspitze in der nächsten Wahlperiode aussehen wird.

Freitag, 23.10.2020, 06:32 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 16:42 Uhr

Das wichtigste Amt haben die Wähler direkt vergeben: Anne Kortüm (parteilos) ist zur hauptamtlichen Bürgermeisterin gewählt worden und hat am Montag (2. 11.) ihren ersten Arbeitstag im Rathaus. Zwei Tage später, am Mittwoch (4. 11.), tritt der Rat zur konstituierenden Sitzung zusammen und entscheidet unter anderem über die stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Gescher. Nach jetzigem Stand möchte die CDU als stärkste Fraktion erneut den 1. stellvertretenden Bürgermeister stellen. „Wir schlagen Günter Schültingkemper vor“, teilte der neue Fraktionsvorsitzende Thomas Kloster gestern auf Anfrage mit. Der zweite Stellvertreter könnte Werner Bönning heißen – die UWG, jetzt zweitgrößte Fraktion im Rat, schlägt ihren bisherigen Fraktionssprecher – wie berichtet – für diese ehrenamtliche Aufgabe vor. Im Gespräch ist, einen dritten Stellvertreter-Posten zu schaffen, der mit Beate Heimann (SPD) besetzt werden könnte. Das Gesamtpaket einschließlich Ausschussbildung und -besetzung soll in der kommenden Woche festgezurrt werden, damit es für die öffentliche Sitzung am 4. November einen möglichst einheitlichen Wahlvorschlag gibt.

Derzeit hat die Stadt Gescher nur zwei stellvertretende Bürgermeister: Günter Schültingkemper (CDU) und Beate Heimann (SPD). Beide könnten weitermachen, sofern die Lösung mit drei Stellvertretern zum Tragen kommt. Während Heimann seit 2014 im Amt ist, übt Schültingkemper diese Funktion schon seit 2009 aus. „Ich habe Lust und Zeit dazu“, sagt der Ruheständler. Die vielfältigen Kontakte in die Bevölkerung hinein machten den Reiz dieses Amtes aus. Der Fraktionsvorstand habe ihn gefragt, ob er weiterhin zur Verfügung stehe, und er habe gerne zugesagt. Bis zu 300 Termine hat die Stadtspitze im Jahresverlauf zu bewältigen, darunter hauptsächlich hohe Geburtstage (80 und 90 Jahre) und Ehejubiläen.

Bei der Bildung der Fachausschüsse ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die CDU, so Kloster, sehe hier keinen Handlungsbedarf. Von anderen Fraktionen wird dagegen eine Aufteilung der „großen“ Ausschüsse gewünscht, um die Themen zu verteilen und die Sitzungsdauer zu begrenzen. Hier wollen sich die Ratsfraktionen in der kommenden Woche verständigen.

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