Container am Feuerwehrgerätehaus sollen Ende November aufgestellt werden
Zwischenlösung bringt Sicherheit

Gescher. Die Feuerwehrleute in Gescher müssen sich weiter gedulden. Bis zum Umzug in ein neues Rettungszentrum wird es noch zwei Jahre dauern – mindestens. Die Planung für den Umbau der angekauften Halle an der Bahnhofstraße stockt, der von der Politik eingesetzte Lenkungsausschuss wird sich im Dezember mit dem Sachstand befassen. Schneller funktioniert die Umsetzung der Interimslösung: Rund 250 000 Euro gibt die Stadt Gescher für Container und neue Spinde aus. Durch die Erweiterung an der Südseite ist gewährleistet, dass sich die Feuerwehrleute im Alarmfall nicht länger hinter den großen Fahrzeugen umziehen müssen. „Das ist ein Sicherheitsmangel, den wir jetzt abstellen müssen. Damit können wir nicht länger warten“, sagt Bürgermeister Thomas Kerkhoff und verweist auf entsprechende Hinweise der Gemeindeunfallkasse. Ende November werden die Container geliefert und aufgestellt.

Dienstag, 27.10.2020, 06:30 Uhr
Container sollen an der Südseite des Feuerwehrgerätehauses (li.) und an der Rückseite der Rettungswache aufgestellt werden. Foto: az

Erste bauliche Maßnahmen sind bereits vorgenommen worden. So hat die Firma Eichmann an der Südseite des Gerätehauses eine Metalltür eingebaut, die den Zugang zur künftigen Containeranlage darstellt. Hier fehlt noch eine Rampe. An der Gebäuderückseite ist ein neuer Notausgang entstanden. Angeschafft werden nach Auskunft von Gerätewart Kevin Osterkamp 125 neue Spinde, von denen 104 in den Containern untergebracht werden können. Sie sollen nach dem Umzug in das neue Rettungszentrum weiter benutzt werden.

Ähnliches plant die Verwaltung für die Container, die gekauft und nicht gemietet werden. Beispielsweise bei der Sanierung der Von-Galen-Schule, so Kerkhoff, könnten diese für eine Übergangslösung Verwendung finden. Neben der Feuerwehr hat auch die Rettungswache zusätzlichen Platzbedarf, weil hier seit März ein weiterer Krankentransportwagen im Einsatz ist. Die beschlossene Lösung sieht vor, dass die Stadt Gescher als Bauherrin für die gesamte Containeranlage auftritt und dabei 50 000 Euro vom Kreis Borken als Träger der Rettungswache erstattet bekommt. An der Südseite des Gerätehauses sind sieben Module mit einer Gesamtfläche von 126 Quadratmetern für die Feuerwehr vorgesehen. An der Rückseite der Rettungswache werden zwei Container installiert, die als Lager und Umkleide für die Rettungskräfte dienen. Nach derzeitigem Stand ist die Lieferung und Aufstellung der Container für den 24. November geplant.

Für Stadtbrandinspektor Christian Nolte ist die Interimslösung ein Muss, um den Regelbetrieb der Feuerwehr überhaupt aufrechterhalten zu können. Damit sei aber nur ein Problem gelöst. „Allen Beteiligten muss klar sein, dass wir eine neue Feuerwache brauchen“, betonte er. Daran soll im Dezember weitergearbeitet werden, wenn die Lenkungsgruppe mit Vertretern der Büros Pfaller Ingenieure tagt. Dabei soll es um die vorgeschlagene Funktionalausschreibung und das weitere Verfahren gehen. Außerdem soll das Fachbüro die Kosten für den Neubau eines Rettungszentrums im Vergleich zur jetzigen Lösung (Umbau Halle Bahnhofstraße) aufzeigen. Geschers scheidender Bürgermeister hält die vom Rat mehrheitlich beschlossene Variante weiterhin für die vorteilhafteste.

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