Großbaustelle Pankratiusschule liegt weiterhin im Zeit- und Kostenplan
„Das wird ein Träumchen“

Gescher. Der Blick vom 2. Obergeschoss in die Eingangshalle hat schon was: Auch wenn der Bodenbelag noch fehlt und ein Gerüst die Sicht nach draußen zur Armlandstraße einschränkt, vermittelt diese Perspektive einen ersten Eindruck von der „neuen“ Pankratiusschule. „Das wird ein Träumchen“, freut sich Bürgermeisterin Anne Kortüm bei der Begehung über das planmäßig laufende Großprojekt. Bis Juli sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. „Das sieht gut aus“, versichert Klaus Schnieder, Leiter des Gebäudemanagements im Rathaus. Dann bleibt in den Sommerferien noch Zeit für Restarbeiten, Reinigung und Einräumen, sodass die Pankratiusschüler ab Mitte August, wenn das neue Schuljahr beginnt, wieder am alten Standort vereint sind. Dann in einer modernen Lernumgebung, die keine Wünsche offenlässt.

Samstag, 09.01.2021, 07:56 Uhr
Weit fortgeschritten sind die Arbeiten im dreigeschossigen Neubautrakt der Pankratiusschule. Bürgermeisterin Anne Kortüm und Klaus Schnieder, Leiter des Gebäudemanagements im Rathaus, gehen davon aus, dass der Unterricht hier im August planmäßig anlaufen kann. Fotos: Jürgen Schroer Foto: az

Bis zu 20 Handwerker tummeln sich täglich auf der Baustelle und haben viel geschafft. Im dreigeschossigen Neubautrakt sind Trockenbauwände und Fenster bereits eingebaut, im nächsten Schritt werden die Wände verputzt. Hier befindet sich die ebenerdige Eingangshalle mit Durchgang auf den hinteren Schulhof und Zugang zum Verwaltungsbereich mit Sekretariat, Büros für Schulleitung und Hausmeister, Ruhe- und Besprechungsräumen und Lehrerzimmer. In den oberen Geschossen sind sechs Klassenräume untergebracht, jeweils in Verbindung mit einem Differenzierungsbereich. Verglaste Öffnungen in den Flurwänden sorgen für Transparenz und Sichtverbindungen. „Architektonisch und didaktisch eine tolle Lösung“, urteilt Bürgermeisterin Anne Kortüm.

Die Anbindung an den höhenversetzten Altbau erfolgt über offene Treppenanlagen und einen Aufzug. Schon die Flure wirken anders und heller als früher, weil die abgehängten Decken und dunklen Wandverkleidungen verschwunden sind. „Hier haben wir in die Gebäudesubstanz eingegriffen, um Räume umzuorganisieren“, erläutert Schnieder und führt im Erdgeschoss durch künftige Betreuungsräume, Küche, Speiseraum und großen Werkraum. Der Ruheraum für die Kinder wird im Souterrain untergebracht – das ist über die verbreiterte Treppe wieder uneingeschränkt erreichbar. Im nächsten Schritt werden neue Fenster eingebaut.

Der älteste Gebäudeteil der Schule ist 1875 entstanden. „Die Verbindung von Alt und Neu hat Charme“, findet Schnieder. Beim Brandschutz sei durch verschiedene Maßnahmen Neubaustandard erreicht worden, etwa durch das Verkleiden der alten Holzdecken mit Brandschutzplatten. In den oberen Geschossen befinden sich vier weitere Klassenräume und die Aula, die künftig als Bewegungs- und Musikraum genutzt wird, unterteilt durch eine mobile Faltwand. Das Parkett ist wegen des belasteten Klebers entfernt worden und wird durch einen zeitgemäßen Kautschukbelag ersetzt.

Sechs Millionen Euro (inklusive Einrichtung) investiert die Stadt Gescher in diesen Schulbau, gefördert mit Mitteln des Landes NRW aus zwei verschiedenen Töpfen. Schnieder geht davon aus, dass dieser Kostenrahmen eingehalten werden kann. Bislang seien knapp 75 Prozent der Gewerke vergeben, ohne dass es Ausreißer nach oben gegeben hätte. Läuft weiterhin alles nach Plan, werden Mitte August die ersten Unterrichtsstunden in der modernisierten und erweiterten Pankratiusschule stattfinden. Die offizielle Einweihung wird voraussichtlich im Herbst erfolgen. „Schüler und Lehrer sollen erst einmal ankommen“, so Bürgermeisterin Kortüm.

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