Zukunftsorientiertes Konzept für St. Stephanus gesucht / Heutiges Pfarrheim aufgeben?
Filialkirche muss saniert werden

Hochmoor. Nichts ist festgezurrt, der Prozess ergebnisoffen. Für die Filialkirche St. Stephanus in Hochmoor sucht die Pfarrei St. Peter und Paul in Velen auf Initiative des Bistums Münster nach einem zukunftsorientierten Konzept. Wie im lokalen Pastoralplan festgeschrieben, werden die drei Kirchen der Pfarrei an ihren verschiedenen Kirchorten erhalten bleiben.

Dienstag, 23.02.2021, 06:36 Uhr
Für die St.-Stephanus-Kirche in Hochmoor sucht die Pfarrei St. Peter und Paul auf Anraten des Bistums Münster ein zukunftsorientiertes Konzept. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Gudrun Niewöhner

Allerdings muss die verbleibende Infrastruktur angesichts der enormen Investitionsaufwände in den Blick genommen werden. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs mit Vertretern der Liegenschaftsabteilung des Bistums Münster und Vertretern der Pfarrei, heißt es in einer Pressemitteilung des Bischöflichen Generalvikariates. Hierbei spielten sowohl perspektivisch geringere Finanzmittel als auch flächenmäßige Vorgaben, die für alle Pfarreien im Bistum gelten, eine Rolle, erklärt Pfarrer Martin Limberg nach dem Treffen in Münster. Der Kirchenvorstand habe als zuständiges Gremium darüber in seiner Januar-Sitzung beraten und anschließend den Pfarreirat in den weiteren Denkprozess einbezogen.

Für den Kirchort St. Stephanus ergeben sich mehrere Überlegungen, die geprüft werden sollen. Möglich wäre beispielsweise die Aufgabe des Pfarrheims, das zurzeit in der ehemaligen Notkirche untergebracht ist und stark renovierungsbedürftig ist. Pfarrheim-Flächen könnten in die Filialkirche integriert werden. Diese braucht auf jeden Fall eine Dachsanierung, so viel steht fest. Das sei in den vergangenen zwei Wochen noch einmal durch die Schneemassen sehr deutlich geworden: „Es hat an vielen Stellen durch die Decke getropft.“ Und zudem sei die Heizungsanlage gerade an den kalten Tagen ausgefallen.

Ziel, das betont Pfarrer Martin Limberg, „ist der Erhalt eines pastoralen Zentrums in der Dorfmitte von Hochmoor mit der Kirche, integrierten Begegnungsflächen und der Tageseinrichtung für Kinder“. Er selbst findet den Bau aus den 1970er Jahren faszinierend: „Die Kirche sieht von allen Seiten anders aus.“

Besonders die mögliche Unterbringung von Pfarrheim-Flächen, aber auch die Instandsetzung der Kirche stehen im Fokus, sodass im Rahmen von weiteren Vorplanungen inhaltliche Aspekte konkretisiert, diskutiert und dann betreffend der finanziellen Auswirkungen reflektiert werden können. Über die weitere Vorgehensweise informierte Pfarrer Limberg die Gemeindemitglieder in Hochmoor nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag.

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