Imkerverein plant weitere Neuerungen fürs Museum im Alten Rathaus
Bald auch ohne Führung staunen

Gescher. Weitere Pläne schmiedet der Imkerverein Gescher-Stadtlohn-Velen für das Imkereimuseum im Alten Rathaus, das aktuell – in der Corona-Pandemie – noch geschlossen ist. Der Rundgang durch das Museum soll den Besuchern nach der Wiedereröffnung noch mehr Freude bereiten.

Freitag, 05.03.2021, 07:02 Uhr
Freuen sich auf die Wiedereröffnung des Imkereimuseums nach dem Ende des Lockdowns in der Corona-Pandemie: (v.l.) Museumsleiter Klaus Kreyelkamp, Museumsbeauftrager Theo Heenen und Leo Bergermann, Vorstandsmitglied des Imkervereins. Foto: Archiv

Die ersten Schritte dazu sind bereits im vergangenen Jahr erfolgt. Die Einrichtung ist nach ihrer Eröffnung 1995 im Mai 2020 neu geordnet worden. Etwa ein Drittel der Exponate war in ein Depot gebracht worden, das in einem privaten Keller in Museums-Nähe gefunden worden war.

„Das Museum war vor Beginn der Corona-Pandemie überladen und sollte auch ohne Führung begehbar sein“, kommentiert Leo Bergermann, im Imkerverein Gescher-Stadtlohn-Velen für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Auf diese Weise wurde auf der Ausstellungsfläche von 110 Quadratmetern mehr Platz geschaffen, was eine neue Struktur ermöglichte. Inhaltlich hat sich dort viel getan. Zahlreiche Gegenstände wurden umgestellt und thematisch neu geordnet. Eine Fülle von Bildern hat Farbe ins Museum gebracht. Leider habe auch das Imkereimueum in der Corona-Pandemie schließen müssen, bedauert Leo Bergermann.

Aber er zeigt sich zuversichtlich, dass das Museum im Jahre 2021 wieder für Interessenten öffnen dürfe und die Vereinsmitglieder die Besucher durch eine umfangreiche Sammlung aus der Welt der Bienen führen dürfen. Der Verein möchte die Besucher demnächst auch ohne mündliche Erläuterungen eines Fachmanns zum Staunen über die „süßeste Sache der Welt“ bringen.

Durch steinzeitliche Höhlenzeichnungen erfahren die Besucher zum Beispiel, dass die Menschen bereits vor 10 000 Jahren Honig sammelten und verwendeten. Das Depot ermögliche es, die Ausstellung immer mal wieder neu zu gestalten, indem die Exponate regelmäßig ausgetauscht werden könnten, erläutert Leo Bergermann.

Um den Rundgang auch ohne fach- und sachkundige Führung der Vereinsmitglieder zu ermöglichen, seien finanzielle Fördermittel erforderlich. Voraussetzung für das neue Konzept sei aber auch, dass das Museum barrierefrei sei, betont Leo Bergermann. Bekanntlich sei aktuell am Alten Rathaus noch eine Außentreppe zu überwinden, um in das Museum zu gelangen.

Seitdem die Stadtinformation aus dem Alten Rathaus ausgezogen sei, sei der Besuch im Imkereimuseum nur noch auf Anfrage möglich gewesen. Es habe keine regelmäßigen Öffnungszeiten gegeben. Der Imkerverein hofft aber, wenn das neue Konzept umgesetzt werden kann, dass dann auch die Öffnungszeiten erweitert werden können. Denn dann sei lediglich eine Aufsicht nötig, die auch den Besuchern Einlass gewähren könne.

„Unser Museum richtet sich nicht nur an den Fachmann, sondern auch an den interessierten Laien und insbesondere an Schulen, die bei uns die Möglichkeit haben, Biologieunterricht und Ökologie zu gestalten“, sagt Leo Bergermann. Theo Heenen fungiert als Museumsbeauftragter, Klaus Kreyelkamp ist Museumsleiter, und auch Werner Hessing gehört zum Team, das für das Museum verantwortlich zeichnet. Dem Verein sei es wichtig, dass das Imkereimuseum im Verbund mit den anderen Museen in Gescher zu sehen ist. Dazu gehöre auch die unmittelbare Nachbarschaft der Standorte auf dem Museumshof, betont Leo Bergermann.

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