Holtwicker bekommen morgen Besuch vom Nikolaus
„Rosendahler Kinder sind sehr lieb“

Rosendahl. Auch nach dem heutigen Nikolaus-Tag steckt der Heilige Mann inmitten seiner Arbeit – denn morgen (7.12.) steht sein Besuch in Holtwick an. Deswegen hat er noch immer alle Hände voll zu tun. Unsere Zeitung hatte Glück, denn der Nikolaus hat sich in der Eile wenige Minuten Zeit nehmen können, um sich den Fragen unseres Mitarbeiters Tom-David Rademacher zu stellen.

Freitag, 06.12.2019, 16:23 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 16:31 Uhr
Heute Abend zieht der Nikolaus in Holtwick von Haus zu Haus. Vorher hat er sich trotz des Stresses einige Minuten Zeit genommen, um sich in seiner Stube die Fragen unserer Zeitung zu stellen. Foto: Archiv

Lieber Nikolaus, wie weit bist du denn schon mit den Vorbereitungen für deinen großen Tag heute in Holtwick?

Nikolaus: Damit komme ich gut voran, aber es gibt immer noch einiges zu tun. Zum Beispiel muss ich mein Pferd ja gut versorgen für den Winter. Mein treuer Schimmel, der mich in den letzten Jahren begleitet hat, ist in diesem Sommer ja in Rente gegangen. Dank der vielen Helfer komme ich aber gut zurecht.

Wer hilft dir denn bei der Aktion?

Nikolaus: Alleine könnte ich das ja schlecht schaffen, all die Dörfer und Städte innerhalb weniger Tage zu besuchen. Daher habe ich hier in Holtwick ein wunderbares Helferteam vom Heimat- und Kulturverein, das Nikolauskomitee und alle ehrenamtlich Engagierten. Das ist wahrlich ein Amt in Ehren!

Knecht Ruprecht ist doch sicherlich auch wieder dabei, oder?

Nikolaus: Natürlich, Knecht Ruprecht darf ich auf keinen Fall vergessen. Der hilft mir ja immer fleißig mit, all die Tüten zu tragen, die ich den Kindern mitgebracht habe.

Kommt Knecht Ruprechts Rute auch manchmal zum Einsatz?

Nikolaus (lacht): Das habe ich bislang zum Glück noch nie erlebt. Bei Hausbesuchen drohen die Eltern ja gerne mit dem Knecht, aber alles in allem ist er harmlos – dafür ein umso größerer Helfer!

Machen die Kinder dann große Augen?

Nikolaus: Ja, wenn ich von Haus zu Haus ziehe, gibt es ganz große Augen. Man sieht den Kindern an, dass ihnen durch den Kopf geht ‘Was habe ich mir zu Schulden kommen lassen?’, wenn plötzlich der Nikolaus und Knecht Ruprecht in der Tür stehen. Aber gleichzeitig ist die Freude auf das, was ich mitgebracht habe, riesengroß!

Woher weißt du denn, wer artig war und wer nicht?

Nikolaus: Das steht alles in meinem Goldenen Buch.

Wieso ist es über die Jahre eigentlich gar nicht dicker geworden?

Nikolaus (schmunzelt): Manche Dinge muss man einfach auch wieder vergessen können.

Und wann schreibst du dir auf, wer artig ist – und wer nicht?

Nikolaus: Dafür mache ich mir das ganze Jahr über Notizen über nicht so Erfreuliches, aber auch über gute Taten. Im Großen und Ganzen sind die Rosendahler Kinder aber sehr lieb und hilfsbereit.

Freust du dich denn schon auf deinen Besuch?

Nikolaus: Aber natürlich! In Holtwick werde ich zum Beispiel, wenn ich vom Berg hereingeritten komme, feierlich mit der Musikkapelle empfangen. Die Gärten sind dann erleuchtet und die Kinder haben Laternen dabei. Gleichzeitig gibt uns die Feuerwehr sicheres Geleit. Wenn ich dann durch die Schule und die Kindergärten begrüßt werde, finde ich das richtig klasse.

Haben die Kinder auch schon einmal Geschenke für dich mitgebracht?

Nikolaus (lächelt): Oh ja! Kleine Tütchen oder selbstgemalte Bilder bekomme ich immer wieder von kleinen Kindern. Das finde ich wunderschön!

Welche Aktionen hast du neben dem Nikolausumzug noch zu bewältigen?

Nikolaus: Natürlich stehen immer auch Besuche in den Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen an. Ich freue mich riesig, wenn ich Leute aufheitern und Geschenke mitbringen kann.

Brauchst du davon denn gar keinen Urlaub?

Nikolaus: Doch, im Sommer muss ich mich von der schweren Arbeit auch ausruhen. Ich stamme ja gebürtig aus Myra in der heutigen Türkei. Dort verbringe ich immer meinen Sommerurlaub.

Dann wünschen wir dir für deine bevorstehenden Aufgaben viele helfende Hände und einen wohlverdienten Urlaub!

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