Unerwünschte Gäste und wie man sich davor schützt
„Aktuell ist Saison der Einbrecher“

Rosendahl. Besonders rund um den Fabianus-Kirchplatz waren Einbrecher im vergangenen Jahr am Werk: Pfarrhaus, Kolpinghaus, Vereinsheim und die angrenzenden Schulen: Zahlreiche Delikte hat die Polizei dort in 2019 verzeichnet. Besonders schwer getroffen hat es dabei die Sekundarschule.

Donnerstag, 09.01.2020, 15:31 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 15:42 Uhr
Ein eindeutiges Indiz für Abwesenheit: Ein überfüllter Briefkasten. Polizeihauptkommissar Rolf Werenbeck-Ueding rät, diesen im Urlaub regelmäßig leeren zu lassen. Foto: Leon Seyock Foto: Leon Seyock

Immer wieder waren Vandalen am Werk, die sich durch Zerschlagen von Scheiben und Türen Zutritt ins Gebäude verschafft haben. Zwar hielt sich dort ihre Beute in Grenzen, sie haben allerdings hohe Sachschäden angerichtet. Bislang unbekannte Täter haben am 22. November beispielsweise mehrere Feuerlöscher in der Sporthalle, in der wenige Wochen zuvor ein neuer Boden verlegt wurde, entleert und so für erheblichen Schaden gesorgt.
Aber nicht nur öffentliche Räume, auch in Wohnhäuser sind Täter einige Male eingestiegen. „Wie häufig eingebrochen wurde, werden wir abschließend in der Kriminalstatistik veröffentlichen“, teilt Rolf Werenbeck-Ueding, Pressesprecher der Polizei Coesfeld, auf Nachfrage mit. Im Jahr 2018 sind Einbrecher in Rosendahl insgesamt sieben Mal in private Häuser eingestiegen, 2017 waren es 19 und 2016 sogar 21 Taten.
„Aktuell ist Saison der Einbrecher“, so Werenbeck-Ueding. Dass es früh dunkel wird, spielt ihnen in die Karten: „In den meisten Fällen wird abends oder am späten Nachmittag in die Häuser eingebrochen, in der Regel, wenn niemand zuhause ist“, so der Pressesprecher. Zwar würden Einbrüche in der Nacht, wenn die Opfer schliefen, auch vorkommen, „doch das bleibt die Ausnahme.“
Bei der Wahl des Tatortes achten die Einbrecher auf eines besonders: „Sie wollen schnell Geld machen. Dazu nutzen sie Hintertüren und Einstiegsmöglichkeiten, die nicht unmittelbar einsehbar sind.“ Haben sie es ins Haus geschafft, suchen sie zügig nach Bargeld und kleinen Wertgegenständen wie Schmuck, was sie unauffällig mitgehen lassen können. „Wir stellen zudem Einbrüche in Häuser fest, die an günstige Verkehrslagen angeschlossen sind“, teilt Werenbeck-Ueding weiter mit. Obwohl es vor allem von Holtwick aus nicht weit bis zur Autobahn 31 ist, kann der Polizeihauptkommissar etwas beruhigen: „Auch wenn die einzelnen Taten für die betroffenen Personen schlimm sind, auf den gesamten Kreis Coesfeld gesehen ist Rosendahl allerdings nicht stark betroffen.“
Vorbeugen gegen Einbrecher könne man mit technischen Sicherungen – etwa abschließbaren Fenstern oder Alarmanlagen. „Wenn die Täter innerhalb weniger Sekunden nicht einsteigen können, lassen sie ab.“ Glück hatten aus diesem Grund Bewohner aus Darfeld am 1. November – ihre gesicherte Terrassentür hielt den Einbruchversuchen stand. Im Urlaub sollte man sein Haus aufpassen lassen: „Der Briefkasten sollte regelmäßig geleert werden.“ Ist man nur kurz aus dem Haus, könne man zwar Licht brennen lassen, „aber nicht nur im Flur. Denn Flurbeleuchtung ist Abwesenheitsbeleuchtung“, betont Werenbeck-Ueding. Mittlerweile gebe es Flackerlichter, die einen Fernsehers imitieren. Das könne den Anschein erwecken, das Haus sei belebt.

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