Winfried Weber (Grüne) fordert Konzeptentwicklung zu außerschulischem Lernort
Die Nachhaltigkeit erlebbar machen

Rosendahl. Lerninhalte praxisnah erleben, sie anschaulich vermitteln und nachhaltig verankern: Außerschulische Lernorte bieten Lehrern und Schülern die Möglichkeit, auch außerhalb des Klassenzimmers wichtige Erfahrungen zu sammeln. Die Schüler können selbst experimentieren, Hand anlegen und Erfahrungen sammeln.

Mittwoch, 12.02.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 06:02 Uhr
Zum Thema Nachhaltigkeit soll es nach einem Antrag von Winfried Weber (Grüne) einen außerschulischen Lernort geben. Dazu soll nun zunächst eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und ein Entwicklungskonzept erstellt werden. Foto: Archiv

Geht es nach Winfried Weber (Grüne), soll ein Konzept zur Einrichtung eines außerschulischen Lernortes zum Thema Nachhaltigkeit erstellt sowie eine Machbarkeitsstudie dazu durchgeführt werden. Diesen Antrag reichte der Fraktionsvorsitzende in der jüngsten Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses ein.

Gute Erfahrungen mit außerschulischen Lernorten macht etwa die Antonius-Grundschule in Darfeld. Im Schulalltag seien diese Lernorte fest integriert, wie Rektorin Andrea Lyding auf Nachfrage berichtet: „Das kann zum Beispiel das Rathaus sein, ein Bauernhof oder die Feuerwehr.“ Regelmäßig besuchten die Schüler verschiedene Einrichtungen und Institutionen, um über die Wände des Klassenzimmers hinauszublicken und außerhalb der Schule den Horizont zu erweitern.

„Im Kreis Coesfeld wurden beispielsweise im Biologischen Zentrum in Lüdinghausen und im Naturschutzzentrum gute Erfahrungen mit außerschulischen Lernorten gemacht“, erläuterte Weber. „Dieser neue Ort soll den Rahmen für ein handlungsorientiertes Lernen für den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen bieten“, stellte Weber die Idee hinter seinem Antrag vor.

„Ein neues Bewusstsein prägt mehr und mehr die Gesellschaft im Rahmen der weltweiten Klima- und Umweltdiskussion. Endlich wird verstanden, dass wir alle eine ganzheitliche Verantwortung für unser Tun und Nichttun übernehmen müssen“, so der Fraktionsvorsitzende weiter zu den Hintergründen. „Gerade die Jugend treibt hier aktuell die Gesellschaft – eine einmalige Chance, zentrale Themen zur Weiterentwicklung auch in den schulischen und außerschulischen Bereichen zu platzieren.“

An dieser Stelle möchte Weber ansetzen: „Die Kinder sollen lernen, die richtigen Fragen zum Thema Nachhaltigkeit zu stellen und beharrliche Antworten zu suchen. Die Zeiten sind vorbei, in denen wir mit dem Entsorgen über unsere Mülltonne auch die Verantwortung für unsere Müll abgegeben haben“, stellte er weiter dem Ausschuss vor. Dazu wolle er 10 000 Euro im Haushalt bereitstellen – falls für eine Konzeptentwicklung externe Hilfe vonnöten sei.

Schulleiter der Sebastian-Grundschule Thomas Middelberg saß dem Ausschuss bei – er regte an, an die schon bestehenden Lernorte, etwa der Wasserlehrpfad im Osterwicker Dorfpark, anzuknüpfen. Ausschussvorsitzender Ralf Steindorf (CDU) begrüßte den Gedanken zur Errichtung des Lernortes, denn „die Kinder sind mit ihrer Meinung zu dem Thema weiter als die Erwachsenen.“ Allerdings betonte er, dass die Behandlung dieses Themas Sache der Schulen sei. „Gelder beantragen und dann machen lassen ist der falsche Weg“, so Steindorf. Das Thema soll nun in kommenden Gesprächen und Sitzungen vertieft werden.

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