Gülleverordnung und Grundwasserbelastung Themen beim LOV Darfeld
„Wir schauen mit Sorge in die Zukunft“

Darfeld (heg). Schon in seiner Begrüßung der Winterversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Darfeld (LOV) im Saal Feldkamp sagte Vorsitzender Hendrik Schulze Bremer: „Wir Landwirte schauen mit Sorge in die Zukunft.“ Das läge daran, dass vieles weiter unklar sei, unter anderem die neue Gülleverordnung.

Mittwoch, 12.02.2020, 17:10 Uhr
Tauschten sich mit rund 25 anwesenden Landwirten über Zukunftssorgen, aber auch über gute Entwicklungen aus: (von links) Benedikt Sellmann (Ortslandwirt), Melanie Palz (Schriftführerin), Georg Silkenbömer (Kreislandwirt), Jochen Gerwing (neuer Kassierer), Hendrik Schulze Bremer (Vorsitzender LOV Darfeld) und Heinz Lohmann (bisheriger Kassierer). Foto: Martina Hegemann

Neben den Regularien – dazu gehörte dieses Jahr auch die Wahl eines neuen Kassierers, da Heinz Lohmann sein Amt abtrat und Jochen Gerwing von dem Mitgliedern das Vertrauen ausgesprochen wurde – füllten Berichte und Informationen aus den Verbänden den Abend.

Den Beginn machte Christoph Steinhoff, Fachdienstleiter in der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld. Er stellte das Landes-Naturschutzförderpaket „Feldvogelinseln im Acker“ vor. Dies traf auf reges Interesse der anwesenden Landwirte, was durch entsprechende Nachfragen deutlich wurde. Dazu passte dann die Aussage von Benedikt Selhorst, der für den Kreisverband des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) berichtete und feststellte: „Landwirtschaft und Naturschutz ziehen an einem Strang.“ Mit der weiter aktuell laufenden „Offensive Nachhaltigkeit“ gemeinsam mit der Vereinigung „Land schafft Verbindung“ und der Plattform „Landwirt schafft Leben“ mit dem Slogan „Mag doch jeder“ möchten die Landwirte sachlich und positiv mit dem Verbraucher in den Dialog kommen. Auch Kreislandwirt Georg Silkenbömer nahm darauf Bezug: „Noch ist die Glaubwürdigkeit unserer Branche gut, deshalb müssen wir jetzt den Bürger mitnehmen.“ Erfreulich sei, so Silkenbömer, dass auch aufgrund der Demonstrationen im vergangenen Jahr eine Binnendifferenzierung der Grundwasserkörper durch neue Messstellen erfolgen werde. Für die Landwirte des Ortsverbandes Darfeld bedeutet dies, dass ab dem Jahr nach Abschluss der Maßnahmen der Grundwasserkörper in Darfeld aus dem roten in den grünen Bereich wechseln würde. „Für Darfeld sind das gute Nachrichten“, so Hendrik Schulze Bremer, und führte weiter aus: „Auch wenn die Maßnahme erst ab 2022 greifen wird. Es bedeutet, dass das Grundwasser in Darfeld gut ist, woran unsere Landwirte aus Eigennutz interessiert sind – denn sie sind auf gutes Wasser angewiesen.“

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