Darfelderin Celina Prinz stellt ihr Bundesfreiwilligendienst vor
Wertschätzung ist der größte Lohn

Rosendahl. Die Zeiten, in denen Celina Prinz mit Noten in der Schule bewertet wurde, sind vorbei. „Heute ist es die Wertschätzung, die ich zurückbekomme“, sagt die 19-Jährige mit einem Lächeln. Nach der Schulzeit hat sich die Darfelderin für einen Bundesfreiwilligendienst, ein „Bufdi“, in der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian entschieden. „Wir sind froh, dass wir sie haben“, ist Einrichtungsleiter Christoph Klapper dankbar für die junge Unterstützung.

Donnerstag, 05.03.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 06:02 Uhr
Für ein Jahr macht Celina Prinz ihr Bundesfreiwilligendienst in der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian. Sie fühlt sich im Bereich der sozialen Begleitung der Bewohner wohl. Ein Freiwilligendienst bietet aber auch einige Facetten mehr. Foto: Leon Seyock

Dabei war für Celina Prinz nicht sofort klar, dass sie für ein Jahr in der Stiftung arbeiten möchte. „Ich wollte gerne ein Jahr Zeit zum Organisieren haben. Meine Schwester hat bereits hier gearbeitet, und das fand ich interessant“, berichtet die Darfelderin. So sei sie auf die Stiftung gestoßen – und ist nun als „Küchenfee“, wie sie sagt, im Bereich für an Demenz erkrankte Personen tätig. Besonders um die Mahlzeiten ist Celina Prinz bemüht: Sie deckt ein, reicht bei Bedarf das Essen an und pflegt gute Kontakte zu den Bewohnern. „Ich habe gemerkt, dass mir persönlich die soziale Arbeit besser als die eigentliche Altenpflege gefällt“, berichtet Celina Prinz. „Ich ziehe vor jedem den Hut, der dort arbeitet“, ergänzt sie.

Und genau dafür sei ein Bundesfreiwilligendienst angedacht, hakt Thomas Süthold vom Sozialdienst ein. In einem Jahr der Orientierung können die jungen Kräfte nicht nur herausfinden, was ihnen liegt, sondern auch, in welchen Bereichen sie sich in der Zukunft nicht sehen.

Wichtig sei es, dass sich die Kräfte in der sozialen Betreuung auf die Menschen einlassen könnten, was allerdings nicht jedem leichtfällt. „Celina Prinz bringt diese Fähigkeit zum Glück mit“, sagt Christoph Klapper und lächelt zu ihr herüber. „Man muss auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner eingehen“, berichtet die Bundesfreiwillige von ihrem Alltag. Doch das sei von Anfang an kein großes Problem gewesen. „Man muss eben Stärke mitbringen.“ Auch interkulturelle Begegnungen sind an der Tagesordnung, „und das erweitert den Horizont der jungen Menschen ungemein“, so Klapper.

Er betont, dass ein Bundesfreiwilligendienst nicht nur im Bereich der Altenbetreuung oder in der sozialen Begleitung möglich ist – „auch im Hausmeisterdienst können wir junge Unterstützung immer gut gebrauchen“, sagt der Einrichtungsleiter. Generell werde viel Wert daraufgelegt, dass sich die „Bufdis“ wohlfühlen und in dem Bereich arbeiten, den sie selbst bevorzugen.

Das Herz von Celina Prinz ist, nachdem sie verschiedene Abteilungen im Hause durchlief, im Bereich der an Demenz erkrankten Menschen hängengeblieben. Bis August unterstützt sie dort, wo sie kann – wie es danach weitergeht, weiß Celina Prinz schon: „Ich möchte auf jeden Fall eine Ausbildung im sozialen Bereich machen.“ Der größte Lohn für ihre Arbeit? „Das ist ohnehin die Wertschätzung, die ich im Umgang mit den Bewohnern erfahre“, lächelt sie.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7311277?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947623%2F
Nachrichten-Ticker