Ferienlager Rosendahl zieht Reißleine und sagt Fahrt im Sommer wegen Corona ab
„Gegenteil eines gelungenen Lagers“

Rosendahl. Es ist ihnen in jedem Jahr eine Herzensangelegenheit. Monate im Voraus beginnen sie mit den Planungen, um möglichst vielen Jugendlichen aus Rosendahl schöne Tage im Sommer zu bereiten. Nun macht die Corona-Pandemie den Organisatoren des Ferienlagers Rosendahl aber einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Lena Meinker und Marius Abel haben mit dem Organisations-Team deshalb die Reißleine gezogen – und das diesjährige Lager „schweren Herzens“ abgesagt. Geplant war die gemeinsame Fahrt ins österreichische Saalbach vom 26. Juni bis zum 11. Juli.

Mittwoch, 20.05.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 20.05.2020, 06:24 Uhr
Action und viele Ausflüge, so wie hier bei Wanderungen durch die österreichischen Berge im vergangenen Jahr, sind bei den Fahrten des Ferienlagers Rosendahl vorgeschriebenes Programm – kann aber in diesem Jahr unter Beachtung der Abstands- und Hygienemaßnahmen nicht eingehalten werden. Daher haben sich die Organisatoren zu einer Absage des Lagers entschieden. Foto: Archiv

„Angesichts der derzeitigen Corona-Pandemie können wir vernünftigerweise keine andere Entscheidung treffen, da die Sicherheit und die Gesundheit Vorrang haben müssen“, wenden sich die Organisatoren an die bereits angemeldeten Teilnehmer des Lagers. Bis zuletzt hatten sie gehofft, das Lager noch durchführen zu können. „Unser Ferienlager lebt vom gemeinschaftlichen Beisammensein. Auf der Busfahrt, während der Unterbringung in Mehrbettzimmern, bei den gemeinsamen Mahlzeiten oder bei Spielaktionen können wir die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln nicht einhalten. Das wäre nicht nur praktisch unmöglich, sondern auch das Gegenteil eines gelungenen Ferienlagers“, sagt Lena Meinker. Derzeit sei zudem nicht absehbar, ob die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes – vorerst gültig bis 14. Juni – bis zur Abreise ins Lager gelockert wird. Selbst wenn die Gruppe nach Österreich einreisen dürfe sei unklar, welche Auflagen vor Ort befolgen müssen und ob Programmpunkte wie Freibadbesuche, Hüttenwanderungen oder Tagesausflüge möglich sein werden. „Wir möchten die nötige Planungssicherheit geben, um die Sommerferien neu zu organisieren und mit den Familien Alternativen zu besprechen, und können die Entscheidung nicht länger aufschieben“, berichtet Lena Meinker.

Die bereits geleisteten Beiträge sollen zeitnah vollständig zurückgezahlt werden. „Wir werden darüber hinaus überlegen, ob in der Ferienzeit oder im weiteren Verlauf des Jahres an bestimmten Tagen alternative Ferienspiele und Aktivitäten im Ort angeboten werden können“, betonen die Organisatoren. „Zuletzt möchten wir noch zum Ausdruck bringen, dass wir uns über die zahlreichen Anmeldungen sehr gefreut haben und gerne ein unvergessliches Ferienlager auf die Beine gestellt hätten.“ Die Organisatoren hoffen nun, dass eine Lagerfahrt im kommenden Jahr wieder möglich sein wird „und wir uns wiedersehen.“

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