Linda Kockmann und Benedikt Brömmel halten Schottische Hochlandrinder
Zwei flauschige Riesen-Teddys

Rosendahl. Normalerweise reicht ein kurzes Pfeifen, dann kommen sie schon angelaufen – „Wenn man dann auch noch ein Brötchen oder eine Möhre in der Hand hat, sind die beiden kaum zu bremsen“, lacht Linda Kockmann. Und tatsächlich: Kaum ist sie auf der großen grünen Wiese, kommen die zwei Schottischen Hochlandrinder neugierig angetrabt. „Die Hellere ist Lotte, sie ist schon ein Jahr alt, Bertha, die Dunklere, wird bald eins“, stellt Linda Kockmann ihre beiden zotteligen Haustiere vor. Währenddessen haben die zwei bereits die Brötchen aus der Hand ihrer Besitzerin geschleckt und lassen es sich nun schmecken.

Samstag, 23.05.2020, 05:34 Uhr
Berta und Lotte sind auch online unterwegs: Gemeinsam haben sie unter dem Namen „berta_lotte_hochlandrinder“ einen eigenen Instagram-Account. Foto: az

Erst seit knapp acht Wochen leben die zwei Schottischen Hochlandrinder auf dem Hof von Linda Kockmann und ihrem Verlobten Benedikt Brömmel. „Am Anfang waren sie noch ein klein wenig scheu, aber jetzt sind sie bereits sehr zutraulich“, lächelt Linda Kockmann und streichelt Berta über ihren Kopf. Doch warum haben sie sich ausgerechnet für diese flauschigen Vierbeiner entschieden? „Wir halten in jedem Jahr zwei Rinder, damit diese die Wiesen rund um den Hof kahl fressen. Weil Linda Schottische Hochlandrinder so mag, durfte sie sich welche aussuchen“, erklärt Brömmel und wirft seiner Verlobten ein Lächeln zu. „Ja, die sehen einfach so teddy-mäßig aus“, antwortet sie. „Ich habe im Internet ein Babyfoto von Schottischen Hochlandrindern gesehen und mich sofort in diese Tiere verliebt.“

Damit das lange Fell der zwei Riesen-Teddys auch schön gepflegt bleibt, greift Linda Kockmann täglich zur Bürste. „Darauf stehen die beiden total“, grinst sie und verrät: „Die Haare lassen sich super stylen, wir haben schon viele Frisuren ausprobiert, sogar Zöpfe.“ Neben dem Spaß beim Bürsten biete das wuschelige Fell noch einen weiteren großen Vorteil. „Die Tiere müssen ja das raue Wetter in Schottland aushalten können, deswegen ist es für sie kein Problem, auch hier im gesamten Jahr draußen bleiben“, sagt Benedikt Brömmel.

Mindestens einmal am Tag besucht Linda Kockmann ihre Lieblinge. „Sobald sie das Quietschen meiner Gummistiefel hören, kommen sie schon angelaufen“, erzählt sie. „Berta ist besonders neugierig und begrüßt mich schon am Zaun.“ Denn: Genauso verschieden wie die Fellfarben sind die Charaktereigenschaften der zwei Schottischen Hochlandrinder. „Lotte ist zwar ranghöher, aber auch deutlich schreckhafter, Berta probiert da lieber etwas Neues aus“, schmunzelt Linda Kockmann. Aktuell versucht sie, ihren haarigen Vierbeinern das Laufen am Halftar beizubringen. „Berta macht das schon gut mit, Lotte ist da eher etwas faul.“ Dennoch lernen die zwei immer weiter dazu. „Ziel ist es, irgendwann mit beiden ein kleines Ründchen in der Gegend zu laufen“, erzählt Linda Kockmann, während sie noch einmal zwei Brötchen holt. Zunächst schauen Lotte und Berta aus der Ferne etwas verdutzt. Als sie dann aber das krosse Knacken der Brötchen hören, wissen sie genau Bescheid: mit schnellen Schritten kommen sie angelaufen und stibitzen mit ihren langen Zungen das Futter. Einen letzten Snack lassen sich die zwei Riesen-Teddys schließlich nicht entgehen.

7 Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, auch ein Tier haben, mit dem Sie eine lange oder besondere Beziehung verbindet oder mit dem sie etwas erleben, das sie zusammenschweißt, melden Sie sich bei uns unter Tel. 02541/921153 oder per E-Mail an rosendahl@azonline.de

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