Kinder freuen sich, wieder in den Kindergarten zu dürfen
„Voller Tatendrang und wissensdurstig“

Osterwick. Mehrere Male hat der fünfjährige Janne in den vergangenen Wochen mit seinen Eltern den Kindergarten Ss. Fabian und Sebastian besucht, reingehen und mit seinen Freunden spielen durfte er aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie allerdings nicht – bis jetzt. Denn: Im Zuge der weiteren Lockerungen dürfen nun auch wieder Kinder, die im Sommer in die Schule kommen, wieder in die Kindertagesstätten, so auch Janne. „Als allererstes habe ich auf dem Bau-Teppich mit den Bauklötzen gespielt“, erzählt er mit breitem Grinsen. Mit dabei: Sein Kumpel Mats. Im Rahmen der Notbetreuung war dieser schon einige Zeit vor Janne wieder im Kindergarten – jetzt sind beide wieder vereint.

Mittwoch, 03.06.2020, 06:00 Uhr
Freuen sich, trotz Corona, gemeinsam spielen zu können: Ida und Leo. Die beiden Vierjährigen sind bereits seit ein paar Wochen im Rahmen der Notbetreuung wieder in der Kita. Fotos: Leon Eggemann Foto: az

„Die Freude über das Wiedersehen war bei allen riesig“, fasst Kita-Leiterin Eva Lange die ersten Tage zusammen. „Alle Kinder sind voller Tatendrang und wissensdurstig.“ Bestes Beispiel sind da Janne und Mats. Zusammen spielen die Kumpels im Sand. „Guck mal, was ich jetzt ganz oft geübt habe“, ruft Mats und schlägt ein Rad. Keine Sekunde später zeigt auch Janne seine akrobatischen Fähigkeiten. „Mittlerweile haben wir hier wieder 20 Kinder, von Tag zu Tag trudeln ein paar mehr ein“, erklärt Eva Lange. Diese sind in mehrere feste Gruppen mit gleichen Erziehern eingeteilt, um die Begegnungen untereinander ein wenig herunterzufahren.

In einer dieser Gruppen sind auch Ida und Leo. Die beiden Vierjährigen sind ebenfalls wie Mats schon ein wenig länger wieder im Kindergarten. „Am Anfang war ich noch ein wenig schüchtern“, gibt Ida zu. Jetzt habe sie sich aber an die Situation gewöhnt. „Wir waschen ganz oft unsere Hände und singen dabei ,Happy Birthday’“, nennt sie ein Beispiel und stimmt das Lied an. „So wissen die Kinder, wie lange sie sich die Hände waschen müssen“, erläutert Erzieherin Svenja Terwey. „Grundsätzlich aber wollen wir den Kindern ein möglichst normalen Alltag ermöglichen.“ So sollen sich diese an der frischen Luft richtig austoben. Das lassen sich Ida und Leo nicht zweimal sagen – mit schnellen Schritten laufen beide um die Wette und klettern auf das aufgestellte Holz-Pferd.

„Die Kinder sind zu Hause wirklich gut auf die aktuelle Situation vorbereitet worden“, lobt Eva Lange. Schwierigkeiten habe es deshalb in den ersten Tagen, obwohl wieder mehr Kinder vor Ort waren, nicht gegeben. „Und wenn, dann erklären wir ihnen kindgerecht, wie sie sich verhalten sollten“, ergänzt Eva Lange. Für sie persönlich sei besonders wichtig, dass Kinder, die die Kita bald verlassen, noch eine Abschlussphase haben. Schließlich hat Janne so die Möglichkeit, noch ein paar Wochen lang mit Mats, der noch ein weiteres Jahr im Kindergarten bleibt, Räder zu schlagen oder Purzelbäume zu machen.

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