Bau der Ferngasleitung Zeelink im Zeitplam
Tonnenschwere Rohre werden im Boden versenkt

Rosendahl. Zwischen acht und neun Tonnen wiegt ein einzelnes Rohr – bei einer Länge von etwa 18 Metern. Gleich mehrere Elemente dieser schwarzen, rund ein Meter breiten Rohre liegen auf den Feldern im Hegerort bereit, um verlegt zu werden. „Wir sind aktuell sehr gut im Zeitplan“, informiert Helmut Roloff, Pressesprecher von dem Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe. Das Unternehmen ist verantwortlich für den Bau der insgesamt 216 Kilometer langen Erdgasfernleitung. Diese soll nach Fertigstellung von der belgisch-deutschen Grenze aus durch Nordrhein-Westfalen bis zu einer geplanten Verdichterstation im benachbarten Legden verlaufen. Rund 4,5 Kilometer der Trasse führen durch das westliche Gemeindegebiet Rosendahls.

Donnerstag, 15.10.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 15.10.2020, 06:03 Uhr
Noch scheint die Sonne auf die schwarzen Rohre – in den kommenden Tagen werden die tonnenschweren Elemente aber unter der Erde verschwinden. Ab März 2021 soll dann das Erdgas durch die insgesamt 216 Kilometer lange Leitung strömen. Rund 4,5 Kilometer davon verlaufen durch das westliche Rosendahler Gemeindegebiet. Fotos: Leon Seyock Foto: az

Nachdem bereits in den Sommermonaten ein 35 Meter breiter Arbeitsstreifen gezogen und die Erde beiseitegeschoben wurde, haben in den vergangenen Tagen die Pressungen stattgefunden, wie Helmut Roloff auf Nachfrage erläutert. Unter anderem wurde so ein Rohrelement unter der Gescherer Straße verlegt, ohne dass diese dafür aufgerissen werden musste. Bevor auch die weiteren Elemente in der Erde verschwinden werden, sind Bauarbeiter aktuell damit beschäftigt, Drainagen zu verlegen. „Das ist wichtig, um in einem nächsten Schritt dann die Verlegung der einzelnen Rohrelemente zu erreichen“, sagt Helmut Roloff. Anschließend werden diese Elemente miteinander verschweißt. Die gesamten Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. „Wir hoffen weiterhin auf gutes Wetter, damit wir auch in den kommenden Wochen im Zeitplan bleiben“, so der Pressesprecher von Open Grid Europe.

Sind alle Leitungen verlegt, steht zu guter Letzt die Rekultivierung der gesamten Arbeitsfläche an. Die Erde wurde vor Beginn der Maßnahme in drei Schichten abgetragen. „In der richtigen Reihenfolge werden die Bodenschichten wieder eingebaut“, so Roloff. Für die Rekultivierungsmaßnahmen hat der Fernleitungsnetzbetreiber ein externes Unternehmen beauftragt. Aus Sicherheitsgründen dürften in einem Schutzstreifen von zehn Metern keine Bäume gepflanzt oder Bauwerke errichtet werden.

„Wenn alle Arbeiten wie geplant ausgeführt werden können, bleibt es dabei, dass das Erdgas im März 2021 durch die Rohre der Zeelink-Fernleitung transportiert werden kann. Das ist weiterhin unser anvisiertes Ziel“, zeigt sich Helmut Roloff optimistisch. Das gesamte Projekt wird in der Beschreibung mit 660 Millionen Euro beziffert.

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