„Scaena Mundos“ präsentiert Krimikomödie im Darfelder Bahnhof
Ein Banküberfall will gut geplant sein

Darfeld. Noch einmal Kultur genießen, bevor es zurück in den Lockdown geht. Da in der Produktion des Stückes bereits sehr viele Kosten und auch Arbeit gesteckt wurde, war es Stephan Schumacher wichtig, diese noch erlaubten Termine durchzuführen. „Es ist bereits jetzt ein Verlustgeschäft, auch aufgrund der Hygienemaßnahmen, die wir selbstverständlich erfüllen“, sagt er im Gespräch nach der Premiere. „Da wir alle vom Team ,Scaena Mundos’ dieses Stück mit Herzblut vorbereitet haben, möchten wir wenigstens diese zwei Male auftreten.“

Montag, 02.11.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 06:02 Uhr
Elke Schulze Böving und Stephan Schumacher dankten Erik Voß (Mitte) für das Führen der Regie der Krimikomödie. Fotos: Martina Hegemann Foto: az

So war die Premiere der kurzweiligen Krimikömodie „Zwei wie Bonnie und Clyde (... denn sie wissen nicht, wo sie sind)“ zwar ausverkauft – der Saal im Bahnhof Darfeld wirkte für Kenner allerdings ungewöhnlich, da lediglich 36 Theaterbegeisterte zugelassen waren. Diese konnten dafür mit viel Schmunzeln die Komödie verfolgen und erfuhren, wie schwer es sein kann, einen Banküberfall zu planen und durchzuführen.

Das Gaunerpärchen Manni und Chantal, wunderbar gespielt von Elke Schulze Böving und Stephan Schumacher, wollen endlich mal etwas Glück in ihrem Leben haben. Sie träumen vom großen Geld, doch gleich der erste Versuch scheitert, denn als sie in ihrem zufälligen Versteck, einem verlassenen Schuhdepot, die Beute begutachten, müssen sie feststellen, dass das große Geld fehlt. Frust und Enttäuschung machen sich breit, aber so schnell wollen die beiden nicht aufgeben. Sie beschließen, es nochmals zu versuchen. Manni, der als Vorbild das Gaunerpärchen Bonnie und Clyde hat, übernimmt die Planung. Die Proben zu den Überfällen deuten auf amüsante Weise an, dass nicht nur das Leben, sondern auch die speziellen Eigenarten der Figuren die Ausführung der Überfälle boykottieren. Die Krimikömödie lebt vom Spannungsfeld der genial gedachten Plänen – das denkt Manni zumindest – und der nicht ganz so hoch anzusiedelnden Klugheit seiner Partnerin Chantal. So ergibt sich eine Katastrophe, die die Zuschauer zum Lachen bringt, nach der nächsten. Der Traum von Reichtum scheint immer mehr ausgeträumt. Ein Gaunerstück voll Witz und Tücke, für dessen Regie sich Erik Voß verantwortlich zeigte. So ermöglichte das Team von „Scaena Mundos“ einigen Zuschauern, einen Abend mit humorvoller Kultur zu verbringen. „Sobald es wieder möglich ist, werden die geplanten Termine aus dem November nachgeholt“, teilt Stephan Schumacher mit und hofft darauf, dass dies bald sein wird. „Bis dahin“, so Schumacher, „behalten die Karten ihre Gültigkeit.“ Durch den Lockdown kann die Bühnengestaltung und die entsprechende Ausrüstung im Saal des Bahnhof Darfelds verbleiben, wie am Tage zuvor auch Rolf van Deenen, Erster Vorsitzender des Heimatvereins Darfeld, bestätigte. Nicht nur für diese Möglichkeit ist Schumacher dem Heimatverein dankbar: „Wir haben vom Heimatverein immer große Unterstützung erfahren, worüber wir uns sehr freuen.“

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