Rosendahler Heimatvereine mit alternativen Ideen
Traditionelle Nikolausumzüge unmöglich

Rosendahl. Die Aussicht auf mögliche Nikolausumzüge im Dezember schwand nach den angezogenen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung immer weiter. Stattdessen setzen sich die Rosendahler Heimatvereine für alternative Möglichkeiten ein, um den Menschen in der Gemeinde dennoch ein wenig feierliche Stimmung zu ermöglichen.

Donnerstag, 05.11.2020, 07:48 Uhr
Einen klassischen Nikolausumzug wie hier im vergangenen Jahr in Darfeld wird es 2020 nicht geben. Stattdessen setzen die Rosendahler Heimatvereine auf Alternativen, damit das Nikolaus-Fest trotz Corona im kleinen Rahmen gefeiert werden kann. Foto: Archiv

„In Holtwick wird es keinen Nikolausumzug geben“, erklärt Markus Stroot, Vorsitzender des Heimatvereins Holtwick. Die Planungen, die seit September liefen, hat man verworfen. „Beim Umzug wären mehr als tausend Personen anwesend, für die Veranstaltung hätten wir ein eigenes Sicherheitskonzept aufstellen müssen“, führt Stroot fort. Letztendlich habe sich der Vorstand des Heimatvereins dagegen entschieden. „Es gilt, Schulen und Kitas zu schützen. Wir wollen nicht Schuld daran haben, dass Institutionen durch bei uns entstandene Infektionsketten geschlossen werden müssen“, betont der Vorsitzende. Auch die Ehrenamtlichen, die von Haus zu Haus gehen, um eine Umlage für die an die Kinder verteilten Tüten zu sammeln, sollen dem Risiko einer Ansteckung nicht ausgesetzt werden. Trotz der Absage hoffen die Verantwortlichen auf ein beleuchtetes Dorf am Nikolaus-Abend. „Es wäre schön, wenn hausintern gefeiert wird“, hofft Marita Kruse, ebenfalls vom Heimatverein Holtwick. „Mit Kerzen kann ein gemeinsames Licht erzeugt werden. Dann kommt doch noch etwas Stimmung auf.“

Auch in Darfeld hat der Heimatverein bereits die Reißleine gezogen und einen klassischen Nikolaus-Umzug ausgeschlossen. „Auch auf unsere Hausbesuche werden wir in diesem Jahr verzichten“, bedauert Rolf van Deenen, Vorsitzender des Heimatvereins Darfeld. Noch vor dem zweiten Lockdown habe der Vorstand überlegt, stattdessen den Nikolaus durch die Straßen fahren zu lassen. „Wir werden auf jeden Fall etwas auf die Beine stellen“, kündigt van Deenen bereits eine Alternative zum traditionellen Umzug an. Derzeit befinde man sich allerdings noch in konkreten Planungen. „Wenn es etwas zu verkünden gibt, werden wir das tun“, bittet der Vorsitzende noch um etwas Geduld.

In Osterwick sieht die Situation anders aus. Im vergangenen Jahr ließ der Mann in Rot seinen Besuch im Dorf ausfallen – Grund waren zu wenig ehrenamtliche Helfer. „Es haben sich viele gefunden“, verrät Gregor Deitert, Vorsitzender des hiesigen Heimatvereins. In diesem Jahr macht allerdings die fortschreitende Pandemie den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. „Unser Ziel war es eigentlich, die Nikolaus-Feier am Sportplatz stattfinden zu lassen“, berichtet Deitert. „Mit dem neuen Lockdown hat sich die Situation aber verändert.“ Sollten die Maßnahmen auch nach dem November so strikt bleiben, käme eine derartige Nikolaus-Feier nicht infrage. „Alternativ planen wir eine Online-Übertragung des Nikolaus vor der Osterwicker Kirche“, so Deitert. Welche der beiden Varianten nun angestrebt wird, würden die kommenden Wochen zeigen – zum jetzigen Zeitpunkt sei die Situation noch zu ungewiss. Sicher ist für den Osterwicker Vorsitzenden aber eines: „Die Kinder sollen das Fest nicht ohne Nikolaus erleben.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7664275?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947623%2F
Nachrichten-Ticker