Gebührensätze für Beseitigung von Abwasser und für Müllabfuhr steigen
Abfallentsorgung wird deutlich teurer

Rosendahl. Um 37 Cent pro beseitigtem Kubikmeter Schmutzwasser sollen die Gebühren im kommenden Jahr steigen – von derzeit 2,40 Euro auf 2,77 Euro. Zum Ende eines jeden Kalenderjahres werden die Gebühren zur Abwasserbeseitigung, für die Straßenreinigung sowie für die Nutzung der öffentlichen Abfallentsorgung neu kalkuliert. Zugrunde gelegt werden dazu die entstandenen Unter- und Überdeckungen der einzelnen Positionen aus den vergangenen Jahren.

Dienstag, 08.12.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 06:03 Uhr
Tiefer in die Tasche greifen müssen die Rosendahler im kommenden Jahr für die Nutzung der öffentlichen Abfallentsorgung. Auch die Kosten für die Beseitigung des Schmutz- und Niederschlagswassers sollen in 2021 steigen. Foto: Archiv

Im Bereich der Schmutzwasser- und Niederschlagswasserbeseitigung ist die Überdeckung im Jahr 2019 mit insgesamt rund 3500 Euro wesentlich geringer ausgefallen als in 2018 (259 000 Euro). Die Kosten für die Schmutzwasserbeseitigung waren 2019 um 66 900 Euro unterdeckt, die für die Niederschlagswasserbeseitigung um 70 400 Euro überdeckt. Das Kommunalabgabegesetz sieht vor, dass diese Kostenüber- und unterdeckungen in den darauffolgenden vier Jahren bei der künftigen Gebührenkalkulation berücksichtigt werden müssen. Die hohe Überdeckung aus 2018 wurde zu einem Großteil für die Erhebung im aktuell laufenden Kalenderjahr berücksichtigt, die übrig gebliebene Überdeckung von 77 700 Euro soll neben den 3500 Euro (Überschuss aus 2019) in die Gebührensätze für das kommende Jahr einkalkuliert werden. Um eine Steigerung der Sätze abzumildern, schlägt die Verwaltung vor, auch für das kommende Jahr die Über- und Unterdeckungen nur zu einem Teil zu berücksichtigen. Demzufolge sollen die Gebühren für die Beseitigung des Schmutzwassers in 2021 auf 2,77 Euro (jetzt: 2,40 Euro) je Kubikmeter und für die des Niederschlagswassers auf 0,74 Euro (jetzt: 0,72 Euro) pro Quadratmeter bebauter Fläche steigen. Mittelfristig sei aufgrund Investitionen in die Kläranlagen in Holtwick und Osterwick (wir berichteten) ein „deutlich höheres Niveau“ für diese Positionen zu erwarten.

Tiefer in die Tasche greifen müssen die Rosendahler auch bei der Benutzung der öffentlichen Abfallentsorgung. Laut Verwaltung komme es beim Restmüll in 2021 zu einer Erhöhung des umlagefähigen Aufwandes um 52 300 Euro, beim Biomüll steigt dieser um 16 000 Euro. Als Grund dafür wird die höhere Abfallmenge und die damit verbundenen Erhöhungen der Folgekosten genannt. Somit ergibt sich insgesamt eine „deutliche Steigerung“ der Kosten, die mit dem Gebührenniveau aus 2018 vergleichbar ist. Für die Nutzung von Restmüll-Einzelgefäßen (60, 80, 120 und 240 Liter) steigen die Kosten zwischen 22,70 Euro und 47,10 Euro, beim Biomüll fallen diese deutlich geringer aus und steigen um maximal neun Euro. Für die Nutzung sogenannter Gefäßkombinationen werden Mehrkosten zwischen 25,70 Euro und 56,10 Euro fällig – je größer das Gefäß, desto höher die Steigerung.

Leicht sinken sollen in 2021 hingegen die Gebühren für die Straßenreinigung – von aktuell 1,69 pro laufender Meter Frontlänge auf 1,66 Euro. Begründet ist dies mit geringeren Kosten im Winterdienst sowie leichten Überdeckungen aus 2019.

0 Die Gebührenkalkulationen kamen in der ersten Sitzung des Ver- und Entsorgungsausschusses nach der Kommunalwahl auf den Tisch. Die Mitglieder stimmten einmütig und ohne weitere Diskussion den verwaltungsseitigen Beschlussvorschlägen mit den Anpassungen der Kosten für die Entsorgungen zu. Entscheidend wird der Gemeinderat am Donnerstag (17. 12.) darüber befinden.

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