Monika und Hubert Hoping gewinnen mit ihrem „Weihnachtshaus“ AZ-Wettbewerb
80 Lichterketten lassen nicht nur Haus strahlen

Osterwick. Wo am Haus noch Platz ist, hat Hubert Hoping genau im Blick. „Da oben am Dachgiebel“, sagt er und zeigt auf eine noch leere und unbeleuchtete Stelle, während er gemeinsam mit seiner Ehefrau Monika die Beleuchtung rund um ihr Haus im Schürkamp begutachtet. Ein großer Stern soll diese Stelle in der nächsten Weihnachtszeit zieren. „Wir überlegen jedes Jahr, was wir das nächste Mal ergänzen können. Ein bisschen Platz haben wir noch“, sagt der Osterwicker lachend.

Samstag, 09.01.2021, 08:01 Uhr aktualisiert: 09.01.2021, 08:10 Uhr
Hubert und Monika Hoping, die gemeinsam mit ihrem Beagle-Welpen Lilly im Schürkamp in Osterwick wohnen, haben 80 Lichterketten rund um ihr Haus angebracht. Diese bringen aber nicht nur das Eigenheim zum Strahlen – auch Kinderaugen leuchten, wenn sie in der Dunkelheit das helle Haus entdecken. Foto: Leon Seyock

80 Lichterketten sind es, die das Eigenheim zum Strahlen bringen. Und genauso hell leuchten auch die Kinderaugen, wenn sie in der Dunkelheit das Haus des Ehepaares Hoping entdecken. Viele würden vor dem Haus stehen bleiben oder zumindest langsam mit dem Auto daran vorbeifahren, beobachtet das Ehepaar regelmäßig. „Vergangene Woche kamen wir mit einer Familie ins Gespräch, die vor unserem Haus stand und sich die Weihnachtbeleuchtung angesehen hat“, berichtet Monika Hoping. Nicht schlecht gestaunt hätte die Familie, die gleich mehrere „Weihnachtshäuser“ auf ihrer Liste hatte: Unsere Zeitung hat das schönste Weihnachtshaus im Verbreitungsgebiet gesucht und zehn zur Abstimmung mit Foto abgedruckt. Das machte sich die Familie zu Nutze und hat sich alle Häuser „live“ angeschaut.
Auch Monika und Hubert Hoping haben an dem Wettbewerb teilgenommen. „Wir wurden öfters im Ort darauf angesprochen, ob wir nicht mitmachen möchten“, sagt Monika Hoping. Gesagt, getan – und den ersten Platz abgeräumt. „Damit haben wir gar nicht gerechnet“, gibt sie freudig zu.
Im Vorgarten von Monika und Hubert Hoping habe es schon immer Weihnachtsbeleuchtung gegeben. „Seit ungefähr 20 Jahren ist aber jedes Jahr etwas Neues hinzugekommen“, berichtet Hubert Hoping, der mittlerweile eine richtige Leidenschaft für die weihnachtliche Dekoration entwickelt hat. Und nach so vielen Jahren sammelt sich nun Einiges an, „aber wir finden immer wieder Lücken, in denen noch Beleuchtung fehlt“, grinst er. Neben dem Stern im Giebel sollen auch zwei Rentiere für die Weihnachtszeit 2021 her. Aber: „Wichtig ist, dass die Lichterketten immer warm-weißes Licht abgeben.“ Denn so sehe es einheitlich und gemütlich aus. Zwar gebe es auch Vorgärten, in denen bunte Lichterschläuche, aufgeblasene Schneemänner oder blinkende Beleuchtung angebracht ist. „Das ist zwar schön, wir möchten es aber gerne einheitlich machen“, wirft Monika Hoping ein.
So sind jeder Strauch, jede Pflanze, ein Torbogen, der in den Garten führt, und die Dachrinnen in ein warm-weißes Licht gehüllt. Damit zum ersten Advent eines jeden Jahres das Haus Erstrahlen kann, holt Hubert Hoping bereits zwei bis drei Wochen vorher alle Kisten mit den 80 Lichterketten aus dem Keller. Durch Markierungen und eine ordentliche Lagerung weiß er genau, welche Kette an welchen Strauch muss. „Die sind schließlich alle unterschiedlich lang“, berichtet er. Rund eine Woche ist er dann mit dem eigentlichen Anbringen der Beleuchtung beschäftigt.
80 Lichterketten, 80 Steckdosen, vier Verteilerkästen: Was sagt ein Blick auf die Stromrechnung? „Bei den Ketten handelt es sich zum Glück um sparsame LED-Leuchten. Deshalb merken wir es kaum“, sagt Hubert Hoping und lacht.
Noch an diesem Wochenende kann das Weihnachtshaus im Schürkamp bestaunt werden, bevor die Beleuchtung verschwindet. Bis sie nächstes Jahr wieder hervorgeholt wird – mit großem Stern für den Giebel und neuen Rentieren.

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