Gemeindeverwaltung schickt Infobrief zur Impfaktion raus
„Ein Schritt zur neuen Normalität“

Rosendahl. in den vergangenen Tagen hatte Jona Klar so einiges zu tun. So war der junge Auszubildende im Rathaus verantwortlich für das Verpacken und Austeilen der Schreiben an die Personen aus der Gemeinde, die bis zum Stichtag (31. 1.) 80 Jahre oder älter sind. Diese haben ab dem kommenden Montag (25. 1.) die Möglichkeit, ein Termin im Impfzentrum des Kreises für eine Impfung gegen das Coronavirus zu vereinbaren. Herausgegangen sind insgesamt 640 Briefe. „Die Personen, die im Altenheim bereits die Erstimpfung erhalten haben, wurden nicht angeschrieben“, betont Bürgermeister Christoph Gottheil.

Freitag, 22.01.2021, 06:54 Uhr
Hoffen darauf, dass viele Bürgerinnen und Bürger das freiwillige Impfangebot annehmen: (v.l.) Wolfang Croner vom Fachbereich Ordnung und Soziales, Auszubildender Jona Klar und Bürgermeister Christoph Gottheil. Fotos: Leon Eggemann Foto: az

Ursprünglich sollten die Impfungen am 1. Februar beginnen. Allerdings kann der angedachte Termin nicht gehalten werden. Der Grund: Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff. „Auf dem herausgegebenen Schreiben steht allerdings noch der 1.Februar. Als die Information kam, waren die Briefe bereits eingetütet“, sagt Gottheil. Der richtige Beginn ist eine Woche später, am Montag, den 8. Februar. Der umgeänderte Auftakt der Impfungen ändert aber nichts an den Anmeldevorgang. Dieser erfolgt wie geplant am Montag (25. 1.) ab 8 Uhr – wie das Land NRW entschieden hat, nur über die Telefonnummer 0800/11611702 oder online über die Internetseite www.116117.de. „Wir hoffen natürlich, dass genügend Kanäle geöffnet sind“, prognostiziert Gottheil mögliche Warteschleifen am Telefonhörer und auf der Internetseite. Sein Appell: „Der Ansturm wird groß sein. Ein Termin kann auch noch Stunden und Tage nach dem Anmeldeauftakt vereinbart werden.“ Gleichzeitig ermuntert er alle angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger, das freiwillige Impfangebot wahrzunehmen. „Die Aktion stellt einen wichtigen Schritt zur neuen Normalität dar“, erklärt er.

Vollzogen werden die Impfungen im Impfzentrum des Kreises Coesfeld. Da sich dieses in Dülmen befindet, habe sich die Verwaltung Gedanken über die Anreise der Rosendahler gemacht. „Es gibt sicher den ein oder anderen Freiwilligen, der etwa den Nachbarn mitnehmen kann“, hofft Gottheil. Um das logistische Problem zu beheben, könnten aber auch etwa Familie oder Freunde unterstützen. Personen, die das Impfzentrum nicht besuchen können und zu Hause geimpft werden wollen, müssen sich noch etwas gedulden, wie Karl-Josef Laumann in einem Schreiben, das im Brief angehängt ist, mitteilt. So sei der zur Verfügung stehende Impfstoff in der Handhabung nicht einfach, weshalb er nicht von Haus zu Haus transportiert werden kann. „Wir müssen in diesen Fällen leider abwarten, bis Impfstoffe zugelassen sind, die auch durch das Hausarztsystem genutzt werden können“, teilt der NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit. 7 Eine Impfung ohne Termin ist nicht möglich. Mitzubringen zum Impftermin ist unter anderem der Personalausweis. „Sollte dieser abgelaufenen sein: keine Panik. Er sollte trotzdem mitgebracht werden, auch dann wird geimpft“, ergänzt Wolfgang Croner vom Fachbereich Ordnung und Soziales.

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