Gemeinde erhält Zuschuss für die Sanierung der Kunstrasenplätze in Osterwick und Darfeld
Neuer Untergrund zur neuen Saison

Osterwick/Darfeld. Zwar ist das Programm auf den Sportplätzen in der Gemeinde aktuell noch auf null runtergefahren, allerdings machen die Corona-Lockerungen Hoffnung darauf, dass wieder Bewegung in die Sportstätten kommt. In trockenen Tüchern ist bereits jetzt, dass sich auch abseits des Sports auf den Plätzen in Osterwick und Darfeld einiges bewegen wird. Im Rahmen des Förderprogramms „Moderne Sportstätte 2022“ des Landes NRW darf sich die Gemeinde Rosendahl über 205 000 Euro freuen. Mit diesem Geld sollen die Kunstrasenplätze in Darfeld und Osterwick ausgetauscht werden – die Zuschüsse können dabei knapp die Hälfte der Kosten decken.

Samstag, 06.03.2021, 06:56 Uhr aktualisiert: 06.03.2021, 06:58 Uhr
Die Fußballer von Westfalia Osterwick und Turo Darfeld dürfen sich freuen, ab der neuen Saison werden sie auf neuen Kunstrasenplätzen spielen können. Foto: Leon Eggemann

Bereits im Jahr 2019 hat sich die Gemeindeverwaltung mit Vertretern der Rosendahler Sportvereine zusammengesetzt und über mögliche Maßnahmen gesprochen, wie mit den vom Land zugesicherten 300 000 Euro an Fördermitteln umgegangen werden soll. Insgesamt 95 000 Euro flossen bereits an SW Holtwick und dem Reit- und Fahrverein Darfeld – nun stehen der Gemeinde jeweils 102 500 Euro für die Sanierung der zwei Kunstrasenplätze zur Verfügung. „Ich freue mich, dass wir in Zusammenarbeit mit den Sportbünden eine Möglichkeit gefunden haben, auch die Sportvereine tatkräftig zu unterstützen, die wegen einer fehlenden Eigentümerschaft an einer Sportstätte keine Förderung erhalten hätten“, informiert Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, und ergänzt: „Damit können Sportstätten gefördert werden, die zwar nicht den Sportvereinen gehören, jedoch von ihnen genutzt werden.“ Schließlich befinden sich die Kunstrasenplätze in Besitz der Gemeinde Rosendahl.

„Wir sind froh, dass das Geld jetzt da ist“, erklärt Peter Brüggemann, der immer wieder bei der zuständigen Staatskanzlei nach dem aktuellen Stand bei der Zuschuss-Genehmigung gefragt hatte. Schließlich sei bereits im Haushalt 2020 eingeplant gewesen, dass bei einem Eintreffen der Fördergelder mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden könne. „Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir das Geld etwas eher bekommen hätten. In der Corona-Pause wäre die Maßnahme wohl schon abgeschlossen worden“, mutmaßt Bürgermeister Christoph Gottheil.

Nach 14 Jahren Nutzung weisen die Kunstrasenplätze in Osterwick und Darfeld erhebliche Schäden auf. „Sie haben leider nicht so lange gehalten, wie wir uns das erhofft hatten“, gibt der Bürgermeister zu. Das liege unter anderem an der übermäßige Belastung durch die vielen Mannschaften, aber auch an Fehlern bei der Platzpflege sowie der ausbaufähigen Qualität des Kunstrasens. „Für die neuen Beläge peilen wir erst einmal eine Lebensdauer von 15 Jahren an“, verrät Gottheil. Künftig wird anstatt auf das mittlerweile nicht mehr erlaubte Kunststoff-Granulat auf Kork gesetzt.

Wann genau die Arbeiten an den Belägen begonnen werden kann, steht noch in den Sternen. „Aktuell ist ja noch unsicher, ob und wann wieder Fußball gespielt werden darf“, so Gottheil. Sollte der Sportbetrieb fortgesetzt werden, soll wohl die Sommerpause für die Erneuerung genutzt werden. „Bei einem Abbruch hätten wir womöglich schon eher die Gelegenheit dazu“, schätzt Brüggemann.

So oder so: Spätestens zur neuen Saison werden die Westfalia- und Turo-Kicker auf einen nigelnagelneuen Untergrund an den Start gehen. „Da wir die Erlaubnis für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn bekommen haben, dürfen wir bereits jetzt ausschreiben“, schildert der Bürgermeister. Er strebt an, im April mit der beauftragten Firma und den beiden Sportvereinen einen genauen Zeitplan auszuarbeiten. Nach der monatelangen Corona-Zwangspause dürfte die Vorfreude bei den Fußballern aus Darfeld und Osterwick wohl riesig sein: Nicht nur können sie sich nach der Bund-Länder-Schalte berechtige Hoffnung auf eine Fortsetzung des Saison-Betriebes machen, dazu haben sie jetzt die Gewissheit, ab der kommenden Spielzeit auf vollständig ausgetauschten Plätzen bolzen zu können.

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