Darfelder Sportverein gründet neue Gruppe
Radler wechseln vom ADFC zu Turo

Darfeld. Auch im vergangenen Jahr sind sie ihre Touren gefahren – aller Corona-Auswirkungen zum Trotz. „Obwohl wir einige Einschränkungen in Kauf nehmen mussten, zum Beispiel das Fahren in Zehnergruppen oder die Maskenpflicht bei Pausen, hat alles super geklappt“, zieht Günter Maas eine positive Bilanz. Mit Ausblick auf das Jahr 2021 haben die Rosendahler Fahrradfahrer wohl weiter unter der Pandemie zu leiden, darüber hinaus gibt es dennoch eine enorme Veränderung. So werden die Fahrradtouren nicht mehr unter der Flagge des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) stehen. Stattdessen wird über den Sportverein Turo Darfeld eine neue Radler-Gruppe gegründet.

Freitag, 09.04.2021, 07:36 Uhr
Seit 2004 fahren Rosendahler Radfahrer schon unter der Flagge des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), wie hier im Jahr 2018. Von nun an werden die Touren über den Sportverein Turo Darfeld stattfinden. Foto: Archiv

„Wir gehen im Guten auseinander“, betont Maas. Er selbst war seit 2004 Ortsgruppensprecher des Rosendahler ADFC’s, der mit der Trennung nun nicht mehr existiert. „Schon länger hatten wir im Kopf, örtlich etwas unabhängiger vom bundesweiten ADFC zu werden“, verrät er. So eine Unabhängigkeit sehe er bei Turo Darfeld. „Nach dem ersten Kontakt wurde schnell ein gemeinsames Interesse an einer neuen Fahrrad-Abteilung deutlich“, verrät Maas. Bisherige Mitglieder des ADFC müssten sich dabei keine Sorgen vor größeren Veränderungen machen. „Wir werden weiter eine ganz normale Pättkes-Gruppe sein und keine Rennrad-Gruppe“, macht Maas deutlich. Ebenso gäbe es für Osterwicker und Holtwicker keine Veränderungen, nur weil sie jetzt unter dem Namen von Turo Darfeld Fahrrad fahren. „Es wird weiterhin die Feierabendtouren geben. Es bleibt quasi alles beim Alten, nur der Name der Gruppe ist anders“, schildert der Darfelder. Er erhofft sich durch die Integrierung in den Sportverein, neue Interessenten an der Fahrrad-Gruppe zu gewinnen. „Das entspannte Radfahren soll immer mehr in die Gemeinde integriert werden. Nicht nur in Darfeld, sondern auch in Osterwick und Holtwick“, führt Maas aus.

Ein Programm für die kommende Saison 2021 steht bereits. Ab dem 5. Mai sollen bei den Feierabendtouren an jedem Mittwoch wieder in die Pedale getreten werden. „Vorausgesetzt, die Corona-Situation verbessert sich wieder. Genaue Regelungen müssen noch mit örtlichen Behörden geklärt werden“, informiert Maas. Er selbst ist davon überzeugt, bereits im Mai wieder mit den Radlern an den Start zu gehen. „Das Konzept im vergangenen Jahr ist perfekt aufgegangen. Das gibt mir Hoffnung für eine gelungene Radsaison 2021“, ist er optimistisch.

Neben den Feierabendtouren sind in diesem Jahr auch wieder mehrere Tagestouren geplant. Die Erste führt am 16. Mai über die Schlehenroute von Altenberge hin in die Münsterländer Parklandschaft in Richtung Gimbte, ehe es über Greven und Nordwalde wieder nach Altenberge geht. Am 20. Juni folgt die nächste Tagestour. Dieses Mal zum Glasmuseum nach Lette, anschließende Stationen sind Coesfeld und Osterwick, bis in Darfeld Endstation ist. Zuletzt soll über den 24. und 25. Juli eine Mehrtagestour stattfinden. Mit Auto geht es zunächst nach Lathen. Dort wird es östlich ins Emsland gehen. Am zweiten Tag führt es die Fahrradfahrer hinüber in die Niederlande, wo sie das Festungsstädtchen Bourtange besichtigen werden. „Wir hoffen natürlich, dass die Pandemie im Sommer zulässt, dass auch Museen und weitere Attraktionen bei den Touren angesteuert werden können“, kann Maas derzeit nur in eine Glaskugel schauen. Sicher ist für ihn aber eines: „Die Touren werden stattfinden. Auch wenn die ein oder andere Station nicht angesteuert werden kann, wird trotzdem die Radtour gefahren.“

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