Grundschüler sind Profis beim Corona-Selbsttest
Sensibler Umgang mit Testen ist wichtig

Rosendahl. Ganz schön lang, das Stäbchen, das in die Nase muss. Das denken viele, wenn sie zum ersten Mal einen Corona-Selbsttest in der Hand halten. Auch in den Grundschulen in Rosendahl müssen sich die Schüler selbst auf das Virus testen, denn seit einer Woche findet wieder Präsenzunterricht in wechselnden Gruppen statt. Voraussetzung für alle Schüler zur Teilnahme am Unterricht: ein negativer Corona-Test.

Samstag, 17.04.2021, 07:35 Uhr aktualisiert: 17.04.2021, 07:40 Uhr
Die Röhrchen, in denen das Stäbchen eingeführt werden muss, stecken zur einfacheren Hantierung in Bastelschaumstoff. Ein sensibler Umgang mit den Corona-Schnelltests in den Grundschulen sei unabdingbar, wie Andrea Lyding, Leiterin der Antonius-Grundschule, stellvertretend für die drei Grundschulen in Rosendahl aufzeigt. Foto: privat

Jeder, der bereits einen Corona Selbsttest durchgeführt hat, der weiß, dass das nicht besonders angenehm ist. Dennoch sind die Schüler der Antonius-Grundschule in Darfeld mittlerweile echte Profis. Zweimal in der Woche testen sich die Schüler mithilfe der Lehrer auf das Corona-Virus. „Am Anfang hat der Vorgang natürlich schon etwas Zeit in Anspruch genommen. Wir Lehrer würden uns Test-Kits wünschen, die kinderfreundlicher in der Handhabung sind. Aber die Schüler sind nun schon ziemlich routiniert und führen den Test ganz entspannt durch“, berichtet Schulrektorin Andrea Lyding stellvertretend für die Rosendahler Grundschulen. Besonders wichtig sei es, den Corona-Test mit der nötigen Sensibilität durchzuführen, um ein eventuell positiv getestetes Kind nicht bloßzustellen. Daher werden die Ergebnisse der Tests in einem separaten Raum ausgewertet und ein eventuell positiv getestetes Kind diskret darüber informiert.
Die Bereitschaft der Eltern, ihre Kinder regelmäßig testen zu lassen, sei zum Glück sehr hoch, so Lyding. Neben dem Test, der in der Grundschule durchgeführt wird, haben die Eltern auch die Möglichkeit, ihr Kind in einem Testzentrum auf das Virus testen zu lassen. Damit das Kind dann am Präsenzunterricht teilnehmen kann, ist ein negativer Nachweis, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, erforderlich. Erklären sich Eltern oder der Schüler selbst nicht dazu bereit, einen Test durchzuführen, wird das Kind vom Unterricht ausgeschlossen. „Auch ein Anspruch auf Teilnahme am Distanzunterricht besteht dann nicht mehr“, macht Lyding unmissverständlich deutlich.
Die Rektorin ist froh darüber, dass sie mithilfe der regelmäßigen Tests und dem Wechselunterricht die Kinder wieder in der Schule begrüßen kann. „Der Präsenzunterricht ist für die Schüler einfach angenehmer als Distanzunterricht. Die Betreuung ist viel intensiver und wir können den Kindern schneller eine Rückmeldung geben“, erzählt Lyding aus dem Schulalltag. Auch in der Pause wird darauf geachtet, dass die Kinder sich nicht begegnen. „Bisher haben wir wirklich gute Erfahrungen gemacht. Die Kinder haben die Masken, die nach wie vor im Unterricht getragen werden müssen, und ebenso die Corona-Tests sehr schnell akzeptiert und gehen sehr gut damit um“, zieht Andrea Lyding Bilanz.

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