Neuer Ostflügel für 10,5 Millionen Euro
Gronauer St.-Antonius-Hospital wird erweitert

Gronau -

Das Gronauer St.-Antonius-Hospital wächst. In dem neuen Erweiterungsbau im Ostflügel entstehen für rund 10,5 Millionen Euro ab dem Sommer unter anderem weitere Patientenzimmer und Operationssäle.

Donnerstag, 20.04.2017, 07:42 Uhr

Der erste Bauabschnitt  ist im Rohbau fertig. Ab Juli folgt der zweite Bauabschnitt. Foto: St.-Antonius-Hospital GmbH

Der erste Bauabschnitt ist im Rohbau fertiggestellt – und der nächste Schritt folgt auf dem Fuße: Zum 1. Juli werden am Gronauer St.-Antonius-Hospital die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt des sogenannten Ostflügels beginnen. „Ursprünglich waren für dieses Projekt drei Abschnitte vorgesehen, wir haben aber entschieden, die weiteren Arbeiten in einem Zug durchzuführen“, so Ludger Vormann, Geschäftsführer des Krankenhauses. In dem neuen fünfgeschossigen Erweiterungsbau an der Dinkel werden künftig unter anderem Patientenzimmer, Operationssäle, Funktionsbereiche und das Labor untergebracht.

Vorfreude auf den Umzug

Vor allem das Laborteam wird sich auf den Umzug freuen. Heute ist diese für das Krankenhaus wichtige Einrichtung im Bereich über dem Haupteingang des Krankenhauses untergebracht. High-Tech-Geräte stehen dort in einem Ambiente, das noch aus der Anfangszeit des Krankenhauses Ende der 1960er-Jahre stammt. „Die sind dran“, sagt denn auch Ludger Vormann sehr bestimmt mit Blick auf den Umzug des Labors. Künftig wird das Team im ersten Obergeschoss des Ostflügels zu finden sein. Daneben bleibt hier Platz für weitere sieben Patientenzimmer.

Mehr Platz für Operationen

Im Erdgeschoss entstehen zudem neue Funktions- und Chefarztbereiche für die Innere Medizin, außerdem wird hier künftig die Notfallaufnahme der Inneren zu finden sein.

Im zweiten Obergeschoss ist die Erweiterung des ambulanten OP-Zentrums des Krankenhauses geplant. „Hier sind wir inzwischen mit den bisherigen Räumen absolut am Limit“, so Geschäftsführer Vormann. Bis zu drei neue OP-Räume werden entstehen, die für ambulante Eingriffe, bei Bedarf aber auch für stationäre Operationen zu nutzen sein werden. Außerdem sollen auf dieser Etage weitere sieben Patientenzimmer entstehen (Wahlleistungszimmer für die Innere und die Urologie).

Das dritte Obergeschoss – hier ist die Fläche durch einen baulichen Versprung kleiner als in den darunterliegenden Stockwerken – dient der Erweiterung des Bettenhauses: Geplant sind sieben Patientenzimmer für den Bereich Gynäkologie.

Im vierten Obergeschoss schließlich ist die Erweiterung des Intensivbereichs vorgesehen. Auch hier gebe es einen besonders großen und dringenden Bedarf für einen weiteren Ausbau.

Investitionen in Höhe von 10,5 Millionen Euro

Ludger Vormann geht davon aus, dass erste Teilbereiche des neuen Ostflügels in rund eineinhalb Jahren – also Anfang 2019 – in Betrieb gehen können. Das werden die Räume im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sein, so die aktuelle Planung. Beim Ausbau der weiteren Etagen könne das Krankenhaus dann – ganz nach Bedarf – flexibel reagieren. Die jetzt vorgesehene Realisierung des Erweiterungsbaus „in einem Guss“ sei indes deutlich wirtschaftlicher als ein Bau in mehreren Abschnitten, wie zunächst geplant.

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Insgesamt investiert das Haus in die Erweiterung rund 10,5 Millionen Euro (2,2 Millionen davon wurden bereits im ersten Bauabschnitt verbaut). Dass eine Maßnahme dieser Größenordnung für das Krankenhaus kein Pappenstiel ist, verhehlt Vormann nicht: „Eine öffentliche Förderung gibt es für die Erweiterung nicht. Wenn das Zinsniveau aktuell nicht so wäre wie es ist, könnten wir dieses Projekt gar nicht realisieren“, sagt er. Denn: Das Haus muss die bauliche Erweiterung über Kredite vorfinanzieren, die anschließend mit der jährlichen Baupauschale des Landes (500 000 Euro pro Jahr) verrechnet werden.

Bewegungsbad muss weichen

Mit Blick auf den Beginn der Bauarbeiten im Sommer rückt auch der Abschied vom Bewegungsbad näher, das für den Neubau weichen muss. Sieht Vormann denn künftig an anderer Stelle im Krankenhaus für ein solches Bad eine Realisierungschance? „Wir haben das Thema auf dem Schirm“, so Vormann. Vielleicht ergebe sich im Zuge weiterer Entwicklungen des Hauses an anderer Stelle eine Möglichkeit für ein neues Bad. Aber, so fügt er hinzu: „Das ist kein Versprechen.“ Voraussetzung sei, dass sich ein Bad aus Sicht des Krankenhauses wirtschaftlich betreiben lasse.

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