EU-Test
So sauber sind die Badegewässer im Münsterland

Münsterland - Die Badeseen im Münsterland sind auf ihre Wasserqualität getestet worden. Laut EU-Bericht sind die Ergebnisse mehr als zufriedenstellend.

Mittwoch, 24.05.2017, 08:30 Uhr

Drilandsee in Gronau Foto: Christiane Nitsche

Die EU überprüft und wertet regelmäßig die Wasserqualität der Badeseen* aus. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Badegewässer sind europaweit von sehr guter Qualität - bis auf wenige Ausnahmen.

Auch die Badeseen im Münsterland, die als EU-Badegewässer zertifiziert wurden, haben gut abgeschnitten: Allesamt bekamen sie den Eintrag "excellent quality".

EU-Richtlinie

*Überprüft wurden Badegewässer, die der EU als offizielle Badestellen gemeldet sind, keine Schwimmteiche sind und an denen mit einer großen Anzahl von Badenden zu rechnen ist.

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Hierzu zählen:

Buddenkuhle in Lengerich

Tuttenbrocksee in Beckum

Pröbstingsee in Borken

Feldmarksee in Sassenberg

Drilandsee in Gronau

Aasee in Bocholt

Torfmorsee in Hörstel

Für den Bericht lagen Daten aus dem Jahr 2016 vor. Insgesamt entsprechen europaweit 96,3 Prozent der Badegewässer den in der EU-Badegewässerrichtlinie festgelegten Mindestanforderungen. 85,5 Prozent erfüllten den in der Richtlinie festgelegten strengsten Standard einer „ausgezeichneten“ Badegewässerqualität. 2011 lag der Wert laut EU-Bericht noch bei 78,1 Prozent.

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Foto: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

Badeseen haben europaweit gut abgeschnitten

2016 wurde die Wasserqualität von 1,4 % der Badestellen als „mangelhaft“ eingestuft. Von der Badesaison 2015 zur Badesaison 2016 ging die absolute Zahl der als „mangelhaft“ eingestuften Badegewässer in Europa deutlich zurück: von 383 auf 316**.

Alle Badegewässer, deren Wasserqualität als mangelhaft eingestuft wurde, müssen in der nächsten Saison für den Badebetrieb geschlossen werden. Außerdem müssen Maßnahmen eingeführt werden, um die Verschmutzung zu verringern und Gesundheitsrisiken für die Badegäste zu beseitigen, informiert die Europäische Umweltagentur (EUA).

Laut Bericht wiesen in fünf Ländern mindestens 95 % der berichteten Badegewässer eine ausgezeichnete Qualität auf: Luxemburg (alle 11 Badegewässer), Zypern (99 % der Badegewässer), Malta (99 %), Griechenland (97 %) und Österreich (95 %).

In diesen Ländern besteht Verbesserungsbedarf

Den höchsten Anteil an Badegewässern mit mangelhafter Qualität verzeichneten Irland (6 Badegewässer bzw. 4 %), das Vereinigte Königreich (20 Badegewässer oder 3 %) und die Slowakei (ein Badegewässer oder 3 %).

Die deutlichste Verschlechterung verzeichnete Italien, wo sich 22 Badegewässer von ausreichender oder besserer Qualität nach „mangelhaft“ verschlechterten. Auch in Spanien, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark verschlechterte sich die Qualität erheblich. Dort sank die Qualität von mehr als fünf Badegewässern von „ausreichend“ oder besser auf „mangelhaft“.

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