Ursache noch unklar
Ganz Gronau ohne Strom

Gronau/Epe -

Ein Stromausfall hat am Dienstagabend ganz Gronau und Epe für eine gute halbe Stunde in Abenddämmerung getaucht. Ab etwa 20.50 Uhr ging nichts mehr. Da auch Festnetztelefone ausfielen, die Sendemasten der Handynetze keinen Saft hatten und dadurch die Störungsstelle der Stadtwerke dadurch telefonisch nicht zu erreichen waren, fuhren etliche Einwohner direkt zu den Stadtwerken, um Informationen einzuholen.

Mittwoch, 07.06.2017, 07:04 Uhr

  Foto: Jürgen Lösel/dpa

Die Ursache für den Ausfall ist nach Angaben von Stadtwerke-Sprecher Stefan Busch noch unklar. Möglicherweise liegt der Auslöser nicht auf Gronauer Stadtgebiet. Zur selben Zeit wie in Gronau und Epe soll auch in Ochtrup der Strom ausgefallen sein. Ob ein Zusammenhang mit einer Störung im Stellwerk der Bahn in Ochtrup bestand, war offen.

Am Dienstag hatte tagsüber der Zugverkehr auf der Strecke Münster-Enschede wegen defekter Stromkabel, die von Unbekannten beschädigt worden waren, eingestellt werden müssen. Die Störung am Stellwerk war aber gegen 19 Uhr behoben.

Ampelanlagen gestört

„Unsere Mitarbeiter in der Netzleitwarte haben sofort alles Erforderliche getan, um schnell Umschaltungen zu regeln“, so Busch. Das gelang innerhalb von rund 30 Minuten. Nach und nach kamen die Straßenzüge wieder ans Netz. Kurz vor 22 Uhr stand die Versorgung aller Kunden wieder. Doch auch nachdem der Strom wieder floss, waren die Ampelanlagen in der Stadt gestört. Auch viele Telefonanlagen hatten sich verabschiedet.

„Es war schon eine große Störung“, sagte Busch. Es sei selten, dass die gesamte Stadt betroffen sei. Busch hofft, dass am Mittwochmorgen Klarheit über die Gründe für den Zwischenfall herrscht.

Austausch in sozialen Netzwerken

In Facebook war der Stromausfall großes Thema: „Da sieht man mal wieder, wie abhängig man ist vom Strom“, merkte ein Nutzer an. „Habt ihr alle schon mal ein Überlebenstraining gemacht? Denke so an Lagerfeuer, wilde Beeren essen, Wasser abkochen aus der Dinkel, usw?“, mahnte ein anderer an, sich für den Ernstfall zu rüsten.

Ein weiterer Nutzer gewann der Situation sogar was Positives ab: „So gehen die Leute wenigstens vor die Tür und reden miteinander. Irgendwie komisch für die Handygeneration...“

Einige grenznahe Bewohner hatten immerhin über die niederländischen Anbieter noch Zugang zum Handynetz. Nutzte aber insofern wenig, wenn man Teilnehmer in Gronau erreichen wollte, die abgeschnitten waren...

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