Stromstörung in „Verteilerkasten“
Nutzer von Glasfaser erneut abgekoppelt

Senden -

Viele Kunden, die auf Glasfaser gesetzt haben, sind endgültig abgenervt. Denn am Dienstagabend, mitten im Feierabend und beim Länderspiel, kam es erneut zu einer Panne, die das ganze Münsterland betraf.

Mittwoch, 07.06.2017, 18:02 Uhr

In einer Verteilerstation wie dieser Point of Presence (PoP), der in Senden entstand, kam es in Ahaus am Dienstagabend zu einer Stromstörung. Foto: sff

Die Glasfaser-Kunden in Senden waren mal wieder offline: Am Dienstagabend schmierten alle Dienste von Deutscher Glasfaser und Helinet ab. Nutzer sprechen von einem Totalausfall, und ein entsprechender „Shitstorm“ bricht sich beispielsweise in der Facebook-Gruppe „Du bist Sendener, wenn“ Bahn. Kunden pochen dort auf ein zuverlässiges Netz. Gerda Meppelink, Sprecherin der Deutschen Glasfaser Holding GmbH, räumt auf WN-Anfrage Probleme ein.

Stromstörung in einem PoP: Ganzes Münsterland betroffen

Nach ihren Angaben kam es von 21 bis 22 Uhr zu einer „Stromstörung“ in einem Point of Presence (PoP) in Ahaus. Dass dadurch die Breitbandverbindung total gekappt war, bestätigte die Unternehmenssprecherin nicht. Sie gehe nicht von einem Netzausfall, sondern von einer „Störung“ aus. Von den Folgen der defekten Verteilerstation in Ahaus sei aber das gesamte Münsterland betroffen gewesen.

Weshalb es zu Schwierigkeiten in der Stromversorgung des PoP gekommen sei, konnte Meppelink ohne weitere Recherchen gegenüber den WN nicht sofort klären. Es habe sich jedenfalls um einen Ausfall gehandelt, „der in unserem Hoheitsgebiet lag“. Deshalb sei es, so die Unternehmenssprecherin auch gelungen, „so schnell“ den Schaden zu reparieren.

Was für ein Armutszeugnis für DG und Helinet.

Glasfaser-Kunde aus Senden

Die Kunden in Senden reagierten hingegen genervt bis empört: „Was für ein Armutszeugnis für DG und Helinet!“, hieß es beispielsweise. Und das Timing hätte kaum unpassender sein könne: Die Verbindung schwächelte zur Primetime, mitten am Feierabend und während eines Länderspiels, das viele Glasfaser-Nutzer per TV via Internet schauen wollten.

Kunden reagieren mit Häme und Spott

„Und wieder geht nichts. Vielen Dank Helinet beziehungsweise DG und der Gemeinde Senden für die tolle Empfehlung, doch auf Glasfaser umzusteigen“, lautete ein weiterer Kommentar.

Bürgermeister mahnt Verbesserung an

Bürgermeister Sebastian Täger kann den Frust verstehen. Er werde einmal mehr darauf pochen, dass für Senden eine „redundante Anbindung“ geschaffen wird, die dafür sorgt, dass Störungen in ihren Auswirkungen nicht so gravierend durchschlagen, weil dann bei der Datenverbindung auf eine alternative Route umgeschaltet werden kann.

Auch beim Informationsfluss an die Kunden sieht Täger Verbesserungsbedarf. Dies habe sich für Sendener mit Helinet-Verträgen, wie berichtet, gerade erst nach einem Update auf der Fritzbox gezeigt. Dass Abhilfe leicht möglich ist, hätte den Kunden mitgeteilt werden müssen, so die Überzeugung des Bürgermeisters. Er habe diese Auffassung beim „Smart-City“-Festakt im Rathaus auch gegenüber dem dem Helinet-Geschäftsführer Ralf Schütte vertreten, schildert Täger.

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