Nachtflüge
Grevens Grüne wollen Hermes-Zentrum am FMO verhindern

Greven -

Grevens Grüne wollen das Hermes-Logistikzentrum am AirportPark am FMO verhindern. Sie fürchten mehr Nachtflüge. AirportPark-Chef Schröer hält das für „unbegründet“.

Donnerstag, 08.06.2017, 19:55 Uhr

Der Ausbau des Airportparks macht Grevens Grünen Kopfschmerzen. Foto: Sebastian Driemer

Wird das geplante Hermes-Logistik-Center zu vermehrten Nachtflügen am FMO führen? Grevens Grüne fürchten das und fordern in einem Antrag an den Rat am 5. Juli, die Änderung der bestehenden Bebauungspläne im AirportPark abzulehnen. So will man die Hermes-Ansiedlung verhindern.

„Da wird mit falschen Karten gespielt“, fürchtet Fraktionschef Dr. Michael Kösters-Kraft, der auf Beschwichtigungen der AirportPark-Betreiber anspricht.

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Zweifel an beruhigenden Worten

Der Widerspruch folgt auf dem Fuß. Udo Schröer, Geschäftsführer der AirportPark GmbH, hält den Grünen-Verdacht für „total unbegründet“. Im Gesamtkonzept der Hermes-Logistikzentren sei das Grevener „ein kleines“. Nicht zu vergleichen mit Knotenpunkten wie Leipzig oder Frankfurt. „Das Potenzial an Luftfracht ist im Raum Münster-Osnabrück gar nicht vorhanden“, sagt Schröer. Denn bei Luftfracht gehe es nur um spezielle Waren – wie IT-Produkte – die schnell zum Kunden müssten. Und die entsprechend teuer sind.

Auch der grüne Kösters-Kraft hat die beruhigenden Erläuterungen bereits gehört. Trotzdem zweifelt er daran.

Unter der Hand werde von „zigtausend Tonnen“ Luftfracht am FMO geredet. Jedenfalls deutlich mehr, als durch kleinere „Beifracht“-Mengen zusammenkommen würden.

„Logistikzentrum nicht ausgelegt für großen Luftfrachtverkehr“

Tatsächlich ist der FMO für Frachtunternehmen interessant, weil es hier kein Nachtflugverbot gibt. 24 Stunden am Tag können Flieger starten und landen. Schon im vergangenen Jahr hatte der Grevener Rat in einem Antrag gefordert, dass am Flughafen nachts nicht geflogen werden soll. Zuständig ist er letztendlich nicht. Das ist das Regierungspräsidium.

Bei einem Flächenverbrauch von 30.000 bis 60. 000 Quadratmetern, unterfüttern die Grünen ihren Ausstiegs-Antrag, seien 110 bis 130 neue Arbeitsplätze „nicht sehr viel.“ Die Flächen stünden dann für andere Firmen nicht mehr zur Verfügung. Für Udo Schröer ist klar, „dass dieses Logistikzentrum nicht ausgelegt für großen Luftfrachtverkehr ist.“ Der Großteil der Pakete werde seinen Weg über die Autobahn nehmen.

Sommerflugplan 2017: Alle Ziele ab FMO

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  • Mit dem Flugzeug in die Sonne: Im Sommer 2017 bietet der FMO 21 Ziele an.

    Mit dem Flugzeug in die Sonne: Im Sommer 2017 bietet der FMO 21 Ziele an.

    Foto: dpa
  • Frankfurt: Ein Umsteige-Klassiker. Die Lufthansa fliegt täglich vier mal hin und zurück.

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  • Rhodos: Die Fluggesellschaft Germania fliegt ab 8. April 2017 samstags, ab 2. Mai 2017 zudem dienstags auf die griechische Insel.

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  • Faro: Ab 1. Mai 2017 fliegt Germania jeden Montag nach Faro, am 22. Juni 2017 kommt ein Flug am Donnerstag hinzu.

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  • Varna: Germania fliegt ab 31. Mai 2017 mittwochs nach Varna. Zwischen 5. Juni und 18. September 2017 kommt ein Flug am Montag von Bulgarian Air Charter hinzu.

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  • Teneriffa: Freitags bietet Germania einen Flug auf die Kanaren-Insel an.

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  • Antalya ist eins der am häufigsten angeflogenen Ziele. Täglich gibt es mindestens einen Flug, manchmal bis zu drei. Die Strecke bedienen Turkish Airlines. Germania und Sun Express.

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  • Izmir: Vom 20. Juni bis 29. August fliegt Sun Express dienstags in die türkische Metropole, ab 22. Juni 2017 auch donnerstags.

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  • Kayseri: Die türkische Stadt ist sonntags das Ziel eines Germania-Flugs - jedenfalls zwischen 18. Juni und 17. September 2017.

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  • Lanzarote: Dienstags steuert Germania die Kanaren-Insel an - aber nur bis zum 2. Mai 2017.

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  • Heraklion: Ab 20. April 2017 fliegt Germania donnerstags nach Heraklion, ab 1. Mai 2017 zusätzlich montags, am 28. Mai 2017 kommt ein Flug am Sonntag hinzu.

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  • Mallorca: Die Balearen-Insel wird sie häufig angeflogen wie kaum ein anderes Ziel. Täglich gibt es mindestens einen Flug, auf der Strecken sind Germania, Small Planet, Air Berlin und Eurowings unterwegs.

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  • Gran Canaria: Zweimal pro Woche fliegt Germania nach Gran Canaria: mittwochs und sonntags.

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  • Istanbul: Turkish Airlines steuert Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag den Atatürk-Flughafen an. Pegasus fliegt zwischen 20. Juni und 14. September 2017 dienstags und freitags zum Flughafen Sabiha Gökcen, zwischen 25. Juni und 17. September 2017 zudem am Sonntag.

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  • Adana: Am 30. Mai 2017 beginnt Germania mit einem wöchentlichen Flug nach Adana - immer dienstags geht's los.

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  • Burgas: Germania fliegt zwischen den 22. Juni und dem 14. September 2017 donnerstags nach Burgas. Vom 26. Juni bis 4. September 2017 bietet Bulgarian Air Charter einen zusätzlichen Flug am Montag an.

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  • Hurghada: Der ägyptische Badeort ist ab 26. Mai 2017 Ziel eines Fly-Egypt-Flugs am Freitag.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kos: Samstags fliegt Germania nach Kos, der erste Start ist am 29. April 2017. Am 5. Mai 2017 kommt ein Freitags-Flug dazu.

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  • Fuerteventura: Bis zum 24. April 2017 fliegt Germania montags nach Fuerteventura, am 1. Mai 2017 kommt ein Flug am Samstag hinzu.

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  • Malaga: Germania fliegt mittwochs und sonntags nach Malaga, zwischen 31. Mai und 7. Juni 2017 mittwochs zweimal.

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  • München: 30 mal pro Woche fliegt Lufthansa von Greven nach München - jeden Tag gibt es mindestens zwei Verbindungen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Stuttgart: AIS Airlines verbindet den FMO mit Stuttgart. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei Flüge, freitags einen.

    Foto: dpa
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