Schüsse auf 45-Jährigen in Gronau
Zusammenhang mit Mordanschlag in Enschede?

Gronau/Enschede -

Zwischen der Schießerei, bei der am 24. Mai ein 45-jähriger Niederländer in Gronau verletzt wurde, und einem Anschlag auf einen Friseur in Enschede im Februar besteht offenbar ein Zusammenhang. Worin die Verbindung der beiden Fälle besteht, darüber machte die Polizei allerdings keine Angaben. WN-Informationen zufolge führen die Spuren ins Drogenmilieu.

Donnerstag, 08.06.2017, 19:00 Uhr aktualisiert: 08.06.2017, 19:19 Uhr
Auf dem Parkplatz an der Eper Straße wurde der 45-Jährie angeschossen. Die Mordkommission suchte noch in der Nacht Spuren. Foto: Martin Borck

Die Sprecherin der Polizei Twente, Chantal Westerhoff, bestätigte gegenüber den WN, dass die niederländischen Behörden in beiden Fällen gemeinsam ermitteln. Worin die Verbindung besteht, darüber machte sie allerdings keine Angaben. „Wir wollen eventuelle Zeugen nicht beeinflussen. Aber wer die Hintergründe der beiden Taten kennt, der kennt auch die Verbindung.“ WN-Informationen zufolge führen die Spuren ins Drogenmilieu.

Bei dem Anschlag auf den Friseursalon in Enschede war am Abend des 2. Februar der türkische Besitzer von einem mit einer Bivakmütze maskierten Mann überfallen worden. Der Täter begoss den Besitzer mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündete sie an. Das Opfer erlitt Brandverletzungen zweiten Grades.

Der Täter flüchtete in einem schwarzen Seat Ibiza Cupra. Es stellte sich heraus, dass das Auto Anfang Dezemberin der niederländischen Stadt Moordrecht gestohlen worden war. Der Wagen wurde bei der Flucht offenbar von einem weiteren Mann gesteuert. Einige Stunden später wurde das Auto in Hengelo entdeckt: brennend.

Der türkische Friseur wurde in einer Spezialklinik für Brandopfer operiert. Die Polizei schloss nicht aus, dass er gar nicht das eigentliche Ziel des Mordanschlags war. Er hatte das Geschäft erst zwei Monate zuvor übernommen. Doch auch ein Motiv für einen Überfall auf den vorherigen Besitzer ist derzeit nicht bekannt.

Wegen der möglichen Zusammenhänge der beiden Fälle haben die niederländische Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen auch in Sachen der Gronauer Schießerei übernommen.

Die niederländische Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung in Höhe von 15 000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung der Täter führen, die den türkischen Friseur überfallen haben. Bislang war trotz der intensiven Ermittlungen der Polizei noch kein Durchbruch zu verzeichnen.

Auf dem Parkplatz an der Eper Straße wurde der 45-Jährie angeschossen. Die Mordkommission sicherte noch in der Nacht Spuren

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