Bussard-Angriff
Fast wie bei Hitchcock

Altenberge -

Beim Joggen von einem Vogel attackiert zu werden ist immer ein Überraschung, meist sogar schmerzhaft. Das musste kürzlich auch Karl Hölscher erfahren. Er wurde von einem Bussard angegriffen.

Donnerstag, 08.06.2017, 19:34 Uhr

Meist um 6 Uhr morgens hält sich Karl Hölscher auf seiner Laufstrecke im Bereich Kümper IV fit. Ganz unvermittelt wurde er kürzlich von einem Bussards von hinten attackiert. „Schnell und lautlos“, wie er sagt. Folgen gottlob keine. Foto: Detlef Held, Imago

Kaum scheint die Sonne und es wird wärmer, da zieht es viele in die Natur. Manch einer hat da schon einmal unangenehme Begegnungen mit aggressiven Vögeln gemacht: denn Bussarde, Eulen und Wasservögel verteidigen ihren Nachwuchs, greifen lautlos von hinten an.

Diese seltene aber durchaus schmerzhafte Erfahrung musste kürzlich auch Karl Hölscher aus Altenberge machen. Der 80-jährige Rentner geht mehr oder weniger regelmäßig, zumeist ab 6 Uhr in der Frühe, joggen im Bereich Kümper IV. So auch in der letzten Woche.

Plötzlich und unvermittelt spürte er von hinten einen Schlag auf den Kopf, eine schmerzhafte Angelegenheit“, wie er sagte. „Erst dachte ich, das mir ein Ast von den Eichen auf den Kopf gefallen war. Dann sah ich zwei Vögel über mir kreisen.“, so Karl Hölscher. „Als erfahrener Jäger erkannte ich, dass es zwei Bussarde waren, die ziemlich aufgeregt hin und her flogen“.

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Nach seiner Einschätzung nisten die Greifvögel in den großen Eichenbäumen an dem gepflasterten Weg im Bereich Kümper IV. „Doch das ist nur eine Vermutung“, sagt der 80-Jährige, denn einen Horst oder auch Jungvögel hatte er nicht entdecken können. Aus seiner Erfahrung weiß Hölscher, dass in der Brutzeit die Greifvögel besonders nervös sind, das sie ihre Nachwuchs, der gerade flügge wird, beschützen wollen und ihn möglicherweise als Feind betrachtet hatten. Zu Hause angekommen stellte er fest, dass der Vogel ihm eine kleine und leicht blutende Wunde zugefügt hatte. Seine Ehefrau besorgte vorsichtshalber aus der Apotheke ein Desinfektionsmittel, um mögliche Keime abzutöten.

Doch der Schreck über die Attacke hält den rüstigen Rentner nicht davon ab, sich weiter auf seiner Laufstrecke fit zu halten. Vorsichtshalber hatte er in der zeit nach der Attacke auch einen Stock mitgenommen, um eine erneuten Angriff abzuwehren. „Doch das dürfte jetzt nicht mehr nötig sein“, so Hölscher, „die Brutzeit ist bald vorbei“.

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