Im Darknet angeboten
Drogen per Post verschickt - Haftstrafen für zwei junge Nordwalder

Nordwalde/Münster -

An einem Drogendealer-Netzwerk über das so genannte Darknet im Internet haben sich zwei Schulabgänger aus Nordwalde beteiligt. Jetzt hat das Landgericht ihnen mehrjährige Haftstrafen aufgebrummt.

Mittwoch, 14.06.2017, 13:11 Uhr

Ein Zollbeamter zeigt beschlagnahmtes Kokain. Foto: dpa (Symbolbild)

Das Landgericht verurteilte die zu der Zeit erst 20 und 18 Jahre alten Täter am Mittwoch wegen Beihilfe zum bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu drei Jahren und neun Monaten beziehungsweise zu drei Jahren und einem Monat Gefängnis.

Die jungen Männer hatten von November 2015 bis Februar 2016 erst in einer konspirativen Wohnung in Greven und dann in Steinfurt im Auftrag niederländischer Hintermänner Drogen für den Postversand an Besteller aus aller Welt verpackt - laut Gericht und Staatsanwaltschaft mindestens 1000 Sendungen unter anderem mit Heroin, Kokain, LSD, Amphetamine, Marihuana und K.O.-Tropfen.

Es sind bereits mehrere solcher „Helfer“ am Landgericht verurteilt worden, einige wegen des Verpackens, andere, weil sie als Kuriere Postsendungen über öffentliche Briefkästen auf den Weg gebracht hatten, wieder andere wegen Einfuhr des Stoffs aus dem Nachbarland.

Die Nordwalder waren im Februar 2016 in den Niederlanden abgetaucht, nachdem eine „Warenlieferung“ aus Holland kurz vor der Grenze bei Gronau aufgeflogen war. Etwa ein halbes Jahr später stellten sie sich bei der Polizei in Greven.

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