Tierheim-Mitarbeiter sind sprachlos
Kätzchen im Müll entsorgt

Neuenkirchen -

Grausamer Fund: Am Mittwochmorgen entdeckten die Mitarbeiter eines Tierheims in einem Karton neben einem Müllcontainer drei wenige Tage alte Katzen-Welpen. Trotz aller Bemühungen hat keines der Kätzchen überlebt.

Freitag, 16.06.2017, 07:45 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.06.2017, 08:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 16.06.2017, 07:45 Uhr
Die Handtücher, auf denen die Katzenwelpen lagen, waren blutverschmiert. Foto: Tierheim Rote Erde

Grausamer Fund am Tierheim „Rote Erde“ in Neuenkirchen-St. Arnold: Ein Unbekannter hatte drei neugeborenen Kätzchen einfach im Müll entsorgt. Trotz aller Bemühungen hat keines der Kätzchen überlebt.

Die Mitarbeiter des Tierheims sind mit Blick auf so viel Grausamkeit schockiert und verärgert zugleich. Sie betonen in einem aktuellen Pressetext des Tierschutzvereins Rheine, der das Tierheim Rote Erde betreibt, dass ein solches Vergehen eine Straftat ist, die auch angezeigt worden sei. In diesem Zusammenhang hoffen Polizei und Tierpfleger, dass die Leser weiterhelfen können. Vielleicht hat ja jemand etwas beobachtet oder weiß, wo die kleinen Kätzchen zur Welt gekommen sind.

Bereits von Wildtieren angefressen

Der Schock sitzt tief bei den Tierpflegern im Tierheim in St. Arnold, das auch für Emsdetten zuständig ist. Als sie am frühen Mittwochmorgen zur Arbeit kamen, fanden sie an einem Müllcontainer vor ihrer Einrichtung einen Karton mit drei Katzenwelpen, die vielleicht gerade einmal vier Tage alt waren.

Die Handtücher, auf denen die Katzenwelpen lagen, waren blutverschmiert und es waren kaum Lebenszeichen festzustellen. Die schwarz-weiß gescheckten Kätzchen bewegten sich gar nicht mehr. Völlig unterkühlt und dehydriert lagen sie zwischen den Tüchern. Als die Tierpfleger sich um die Tiere kümmern wollten, fiel schnell auf, dass es eines der drei Kleinen am schlimmsten getroffen hatte. Es war offensichtlich bereits von Wildtieren angefressen worden, so dass die inneren Organe offen lagen.

„Unvorstellbare Schmerzen muss dieses kleine Geschöpf erlitten haben“, heißt es in dem Pressebericht des Tierheims, dessen Mitarbeiter sofort handelten. Ein Welpe musste von der Tierheim-Tierärztin von seinen Qualen erlöst werden. Wenige Stunden später starb ein weiteres Kätzchen. Alle Versuche, ihm das Leben zu retten, kamen leider zu spät.

Tierheim hofft auf Hinweise

Nun kämpft noch der letzte Welpe ums Überleben. Er befindet sich weiterhin in der Obhut der Tierheim-Tierärztin und ihres Teams, die alles versuchen, damit das kleine Kätzchen überlebt.

„Auch wenn man Tag für Tag mit dem ein oder anderen Schicksal der Tiere konfrontiert wird – was wahrlich nicht immer leicht zu ertragen ist – so ist das, was heute passiert ist, für die Tierpfleger des Tierheims ganz besonders schlimm“, teilt das Team in dem Pressetext mit und führt unter dem Eindruck der Ereignisse aus, dass allen Beteiligten dafür einfach die Worte fehlen.

Abschließend streichen die Tierschützer heraus, wie verabscheuungswürdig und unmenschlich so ein Vorgehen ihrer Ansicht nach ist: „Es handelt sich hierbei um eine Straftat.“ Das Tierheim hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung über den oder die Täter, Tel. (0 59 73) 8 49.

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