Hitzewelle vermiest Campern den Urlaub nicht
Fallschirm spendet Schatten

Sassenberg -

Die Sonne brennt, von einem leichten Regen oder zumindest einem kühlen Lüftchen keine Spur. Auch ohne große Anstrengungen fließt der Schweiß in Strömen. Doch was tun bei der anhaltenden Hitze? Die Westfälischen Nachrichten haben sich einmal bei den Gästen des Campingplatzes Eichenhof umgehört, die der Hitze in ihren Zelten oder Wohnwagen ganz besonders ausgeliefert sind. Ein Wunsch wird hier immer wieder geäußert: möglichst schattig soll der Stellplatz sein.

Freitag, 10.08.2018, 04:18 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 10.08.2018, 04:18 Uhr
Auch die hochsommerlichen Temperaturen trüben die Urlaubsstimmung von Familie Kampmann auf dem Campingplatz „Eichenhof“ nicht. Die christliche Freizeitgruppe um Ingo Thomas (kl. Bild) weiß sich mit einem großen Sonnenschirm gegen die Hitze zu helfen. Foto: Christopher Irmler

Manche Camper setzen auf mobile Klimaanlagen, andere verbringen den gesamten Tag am und im nahe gelegenen Feldmarksee oder radeln durch den Wald. Der Fahrtwind sei – trotz aller Anstrengung – sehr angenehm.

„Eigentlich hofft man ja jeden Tag, das es endlich Regen gibt“, bringt Elvira Müllejans eine oft gehörte Meinung auf den Punkt. Sie und ihr Mann sind erstmals in Sassenberg zu Gast und waren wegen des Feldmark-Triathlons angereist. „Man muss sich ein wenig umstellen. Wir frühstücken jetzt hinter dem Wohnwagen – schön im Schatten. Aber wir halten das durch. Wegen des Wetters zu Hause zu bleiben stand nie zur Debatte. Da ist es ja schließlich auch nicht anders“, so die Aachenerin.

Bei Familie Kampmann aus dem sauerländischen Meschede sieht es ähnlich aus. „Ob wir die Hitze nun zu Hause haben oder hier ist egal. Nicht zu fahren war daher auch gar keine Option“, so Vater Frank. „Die Nächte haben sich abgekühlt. Es ist also auszuhalten.“ Kampmann, seine Frau und die drei Kinder haben das Bad „Die Welle“ in Gütersloh für sich entdeckt.

Das Ehepaar Duivenvoorden aus den Niederlanden setzt hingegen auf Aktivitäten im Freien. „Wir sind viel mit dem Fahrrad unterwegs. Erst gestern waren es 60 Kilometer entlang der Ems“, berichtet Theo Duivenvoorden. „Bei uns in den Niederlanden ist es auch heiß und trocken.“ Zudem sei der gemeinsame Urlaub noch längst nicht beendet. Bald geht es weiter nach Hameln. „Heiß ist es überall. Also ist es egal, wo man gerade ist.“

Auf himmlischen Beistand hofft die christliche Freizeitgruppe um Ingo Thomas. „Man ist der Sonne ausgeliefert. Das ist gerade für die Kinder ein Problem.“ Bevor die Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet nach Sassenberg aufbrachen, machten sie sich schon Gedanken um einen Sonnenschutz. Durch einen glücklichen Zufall erhielten sie einen großen Fallschirm, den sie jetzt schützend im Kern ihrer kleinen Zeltstadt aufgespannt haben. Für Ingo Thomas ist der Fall klar: das gemeinsame Gebet war für den Glücksfall verantwortlich: „Der Sonnenschirm ist schließlich nicht vom Himmel gefallen.“ An den Nachmittagen unternimmt die Gruppe Waldspaziergänge, am Montag sorgte eine kleine Wasserschlacht für zwischenzeitliche Abkühlung.

Und auch gegen die allgegenwärtigen Wespen glaubt die Gruppe einen Geheimtipp zu haben: das in einer Schale angezündete Kaffeepulver vertreibe die lästigen Insekten.

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