Freispruch für Hansa Rostock-Fans
Kein Beweis für Randale

Lotte/Tecklenburg -

Vom Vorwurf des Landfriedensbruchs hat das Amtsgericht Tecklenburg zwei Männer aus Mecklenburg-Vorpommern freigesprochen. Sie sollen laut Anklage im Juli 2017 an einer Bushaltestelle nach einem Heimspiel der Sportfreunde Lotte gegen Hansa Rostock an Ausschreitungen beteiligt gewesen sein.

Donnerstag, 07.02.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 19:32 Uhr
  Foto: dpa

Zu dem weiter im Raum stehenden Vorwurf des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurde die Anklage am Mittwoch gar nicht erst nicht eröffnet. Die auf Video festgehaltene Rangelei zwischen dem einen Angeklagten und dem Diensthund eines Polizeibeamten um einen Stoffbeutel erfülle noch nicht den Tatbestand der Tierquälerei, verdeutlichte der Richter.

Seinem Hund sei im Rahmen der Ausschreitungen durch zwei Tritte das Schultergelenk zertrümmert worden, sagte der Polizeibeamte aus. Das sei auch der Grund, warum das Tier mit sieben statt wie üblich mit zehn Jahren aus dem Dienst scheide. Diesen folgenschweren Angriff auf den Hund zeigt das Video nicht.

Die Männer im Alter von 32 und 33 Jahren auf der Anklagebank sind dem Beamten nicht bekannt. Wohl aber erinnerte er sich an das Geschehen nach einem eigentlich „total friedlichen“ Fußballspiel zwischen den Drittligisten. Erst am Bus, der die Fans zum Osnabrücker Hauptbahnhof bringen sollte, hätten die Ausschreitungen begonnen, in deren Rahmen ein Kollege verletzt wurde und Pfefferspray zum Einsatz kam.

Auf die Frage des Richters, warum die Polizei das Spray eingesetzt habe, räumte der Zeuge ein, dass das Spray bei Vereinen, die sich durch gewalttätige Aktionen einen Namen erworben hätten, Distanz schaffe, sobald es Geschrei in der Menge gebe.

Die Verteidiger der beiden Fußballfans, die sich nicht zur Sache äußerten, kündigten Strafanzeigen wegen falscher Verdächtigung gegen den Beamten an.

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