Altweiber-Bilanz
Massenschlägerei und zwei Schwerverletzte

Warendorf -

Auch wenn es an Altweiber größtenteils friedlich zugegangen ist, gab es in Ahlen, Sassenberg und Beckum Schlägereien. Dort mussten jeweils Schwerverletzte von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht werden.

Freitag, 01.03.2019, 07:14 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 11:36 Uhr
(Symbolfoto) Foto: colourbox.com

Überwiegend friedlich verliefen die Feierlichkeiten an Altweiber im Kreis Warendorf, Kreis Coesfeld und im Kreis Borken. Vereinzelt kam es zu polizeilichen Einsätzen, weil Feiernde auf Grund ihrer Alkoholisierung Streitigkeiten mit körperlichem Einsatz lösen wollten.

Am Freitagmorgen um 2.45 Uhr kam es auf dem Markt in Ahlen zu einer Masenschlägerei. Zwei 21-Jährige gerieten zunächst verbal aneinander und schlugen dann aufeinander ein. Dann kamen weitere Personen dazu und es entwickelte sich eine Schlägerei unter den anwesenden Personen, heißt es in einer Meldung der Polizei.

Täter flüchteten

Als die verständigten Polizeibeamten die Beteiligten trennten, zeigte sich ein 19-jähriger Ahlener uneinsichtig. Während die Einsatzkräfte ihn abdrängten beleidigt er fortlaufend die Beamten. Da sich ein 23-jähriger bei der Auseinandersetzung verletzte, brachten Rettungskräfte ihn in ein Krankenhaus.

Um 5.10 Uhr befand sich ein 31-Jähriger auf dem Heimweg als ihn eine Gruppe von vier bis fünf Personen aufgeforderte, sein Handy und das Geld herauszugeben. Da er dieser Aufforderung nicht nachkam, schlugen die Personen auf den 31-Jährigen ein. Anschließend flüchteten die Täter unerkannt. Diese waren etwa 20 Jahre alt und sprachen Deutsch mit ausländischen Akzent. Der 31-Jährige verletzte sich leicht. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus.

Faustschläge im Festzelt

Zwei Beckumer im Alter von 36 und 60 Jahren stritten sich am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr in Beckum aus bislang unbekannten Gründen. Dieser offenbar zunächst nur verbale Streit im Westpark an der Hammer Straße entwickelte sich im weiteren Verlauf zu einer körperlichen Auseinandersetzung, teilt die Polizei am Freitagmorgen mit.

Dabei wurde der 36-Jährige schwer verletzt, er musste von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht werden. Der 60-Jährige verletzt sich bei der Schlägerei ebenfalls, hat sich aber freiwillig in ärztliche Behandlung begeben.

Erziehungsberechtigte informiert

Auch in Sassenberg gerieten zwei Personen aneinander. Ein 23-jähriger und ein 15-Jähriger Sassenberger gerieten gegen 22.20 Uhr zunächst in einem Festzelt auf der Schückingstraße aus unbekannten Gründen aneinander.

Nachdem beide das Zelt verlassen hatten, schlug der 15-Jährige den 23-Jährigen mit der Faust. Dieser wurde schwer verletzt, Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Die Polizei informierte die Erziehungsberechtigten des 15-Jährigen.

Etwa 4000 friedlich Feiernde zählte der Einsatzleiter der Polizei Coesfeld, Martin Pollmann, am Vormittag während des Umzuges. Die Stimmung war großartig. Im Anschluss an den Umzug machten sich die Feiernden auf den Weg in die Kneipen und Zelte. Es blieb größtenteils friedlich. Einige wenige Besucher tranken jedoch zu viel. Der letzte Rausch wurde bis 7 Uhr in Coesfeld ausgeschlafen. Vier Verfahren wegen Körperverletzung wurden eingeleitet. Dennoch zieht die Polizei Coesfeld ein überwiegend positives Fazit.

Böses Erwachen

In Billerbeck gab es vier Platzverweise und drei Feiernde in Gewahrsam genommen, meldet die Polizei. Ein Feiernder kam dem Platzverweis nicht nach und sollte seinen Rausch in der Gewahrsamszelle ausschlafen. Während der Fahrt zur Wache wurde er aggressiv und wehrte sich heftig. Am nächsten Morgen das böse Erwachen: Der junge Mann erinnerte sich an nichts mehr. Seiner Meinung nach verbrachte er die Nacht in einer Zelle in Ahaus.

Falsch gedacht: Er wachte in Coesfeld auf. Hier zeigte er sich reumütig und entschuldigte sich ausdrücklich bei den Polizisten. Eine Anzeige wegen Widerstands bleibt ihm dennoch nicht erspart.

Fünf Platzverweise

Fröhlich und friedlich gefeiert haben auch die Närrinnen und Narren an Weiberfastnacht im Kreis Borken. Die Bilanz fällt aus polizeilicher Sicht positiv aus: Es kam im gesamten Kreisgebiet lediglich zu acht Einsätzen. Die Beamten erteilten insgesamt fünf Mal einen Platzverweis, in drei Fällen ging es um Körperverletzungsdelikte und in einem Fall leistete sich ein Beschuldigter eine Auseinandersetzung mit einem Polizeibeamten.

Mit Blick auf die Sicherheit im Straßenverkehr überprüfte die Polizei an Weiberfastnacht 149 Autofahrerinnen und Autofahrer. Dabei stellten sie einen Alkohol- und einen Drogenverstoß fest.

Nachrichten-Ticker