Außengastronomie
Wirte ärgern sich über steigende Marktplatz-Gebühr

Warendorf -

2017 hat der Warendorfer Marktplatz eine neue Oberfläche bekommen. Seitdem steigt nicht nur die Anzahl der Gäste in der Außengastronomie,  sondern auch die Sondergebühr, die die Wirte für die Nutzung der Fläche bezahlen sollen. Die ist ihnen viel zu hoch.

Freitag, 01.03.2019, 07:38 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 08:57 Uhr
Das war im Juli 2018: Die Marktgastronomen mussten ihre Außenbestuhlung wegen des offiziellen Besuchs von Guido Maria Kretschmer forträumen. Schon damals gab es Ärger mit der Stadt. Foto: Jörg Pastoor

Wenn das Wetter passt, gibt es auf dem Warendorfer Marktplatz selten einen freien Stuhl. Die drei Gastronomen haben alle Hände voll zu tun. Das war 2017 anders, als der von meist jahrhundertealten Gebäuden gesäumte Platz eine neue Oberfläche bekommen hatte. Damals hatten die Wirte kaum eine Chance, Außengastronomie anzubieten. Dafür mussten sie aber auch keine Sondergebühr für die Nutzung der öffentlichen Fläche bezahlen.

Dass diese Gebühr jetzt von 3,50 Euro pro Quadratmeter und Monat zunächst auf sechs Euro angehoben werden sollte, hatte kürzlich eine örtliche Gegenbewegung entstehen lassen. Wirte, eine Wirtschaftsvereinigung und viele Bürger erreichten immerhin recht schnell, dass der Rat die Gebühr mehrheitlich nur um 1,30 auf dann 4,80 Euro erhöhte.

Klappstuhl für Solidarität

Doch auch das ist den Gastronomen zu hoch. Sie argumentieren, dass der – erwiesenermaßen bis zur ersten Eröffnung eines Lokals eher sehr unbelebte – Marktplatz nur durch sie zum Anziehungspunkt geworden sei. Deshalb wollen sie am liebsten gar keine oder eine niedrige Nutzungsgebühr zahlen.

Eine Internet-Initiative ruft dazu auf, dass Bürger am Samstag mit ihrem Klappstuhl auf den Platz kommen und so ihre Solidarität mit den Wirten dokumentieren. Der Bürgermeister, Axel Linke, hat zudem einen Runden Tisch einberufen. Das Thema scheint noch nicht von demselben zu sein.

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