Gruppe findet Panzergranate
Gefährlicher Fund löst Einsatz von Polizei und Kampfmittelräumdienst aus

Seppenrade -

Einen nicht nur ungewöhnlichen, sondern auch gefährlichen Fund machte eine Gruppe beim Umwelttag in Seppenrade. Der löste einen Einsatz von Polizei und Kampfmittelräumdienst aus.

Sonntag, 10.03.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 07:41 Uhr
Beim Start am Rosengarten am Samstagmorgen ahnte noch niemand etwas von dem gefährlichen Fund, den die Landjugend machen sollte: eine 60 Zentimeter lange Panzergranate. Foto: Michael Beer

In den 43 Jahren, in denen es den Umwelttag in Seppenrade schon gibt, sind vielerlei Dinge gefunden worden. Was eine Gruppe von ihrer Tour von der Panzerstraße mit zum Container in den Rosengarten am Samstag brachte, sorgte für allerdings einen Polizeieinsatz.

Die jungen Leute hatten eine große Panzergranate mit Zünder gefunden und sie dann aufgeladen und abtransportiert. Beim Anblick des Fundes schrillten bei den Verantwortlichen gleich die Alarmglocken. Sie alarmierten die Polizei, die den Parkplatz gleich absperrten und Spezialisten vom Landeskriminalamt informierten.

Nach einer ersten Untersuchung konnte von den Fachleuten zum Glück Entwarnung gegeben werden: von der 60 Zentimeter langen Granate ging keine Gefahr mehr aus. Trotzdem bittet die Polizei eindringlich darum, grundsätzlich bei einem Munitionsfund, nichts anzurühren und sofort die Polizei anzurufen.


Jenseits dieser Ausnahmesituation verlief der Umwelttag aber gewohnt erfolgreich. Der Appell des Heimatvereins an die Seppenrader Vereine, sich am Umwelttag zu beteiligen, blieb nicht ungehört. Auf dem Parkplatz am Rosengarten herrschte ein buntes Treiben am Samstagmorgen. Viele Fahrzeuge mit Anhänger mussten besetzt werden, nachdem sich die große Helferschar mit Warnwesten und Geräten ausgestattet hatten.

Das Dorf war generalstabsmäßig in verschiedene Sektionen eingeteilt. Neben Mitgliedern des Heimatvereins, waren die Landfrauen, die Landjugend, der Karnevalsverein „Stabil daobi“, die Ambossfunken, der Tennisclub TC 77, der SV Fortuna, der Theaterverein, der Schützenverein, der VdK, oder die Rosenmänner mit vielen Aktiven im Einsatz. In den Bauerschaften hatten die Schützenvereine diese Aufgabe übernommen.

Die Hüwelgemeinschaft „Ennigkeet alltied“ hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ihr Gebiet vom einfach sinnlos in der Natur entsorgten Wohlstandsmüll zu säubern. Kinder der beiden vierten Klassen der Marienschule hatten bereits am Freitag die Aktion des Heimatvereins unterstützt. „Es war wieder eine erfolgreiche Aktion, an der rund 160 Personen teilnahmen“, so Friedhelm Landfester, Vorsitzender des Heimatvereins.

Am Samstagmittag trafen sich dann alle Helfer im Heimathaus. Die Küche des Restaurants „Naundrups Hof“ hatte eine Suppe zur Stärkung und zum Aufwärmen bei dem nasskalten Wetter zubereitet. Dazu war auch Bürgermeister Richard Borgmann erschienen, der allen Helfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz dankte.

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